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Kritik: Unzipped

Der amerikanische Modedesigner Isaac Mizrahi bereitet seine Herbst-Kollektion 1994 vor. Der Film zeigt die Entstehungsgeschichte von der Idee bis zur Modenschau.

"Unzipped" ist kein Spielfilm, sondern ein Porträt des Modedesigners Isaac Mizrahi mit Dokumentarfilm-Charakter. Der Meister erzählt seine Geschichte selbst, und Menschen, die ihm nahestehen, runden das Bild ab. Der Film lebt von Mizrahis Anekdoten, von seinen Inspirationen, seinem Witz und seiner Persönlichkeit. Die Kamera begleitet Mizrahi durch die Höhen und Tiefen seiner Arbeit, gnadenlos direkt und ungeschminkt. Extreme Nahaufnahmen bringen den Zuschauer so nah an das Geschehen heran, daß die Intimität manchmal die Grenze des Erträglichen erreicht. Der Zuschauer erlebt auf diese Weise hautnah die Faszination und den Schrecken des Modegeschäfts mit, wenn auch manchmal dramaturgisch etwas wirr und unzusammenhängend. Die Hektik des Geschäfts wird an vielen Stellen noch durch eine sehr unruhige Kamera und schnelle Schnitte künstlich dramatisiert. Der Film ist fast ausschließlich schwarzweiß, und mancher Zuschauer mag sich fragen, wie man einen Film über Mode nahezu farblos drehen kann. Doch das Warten wird mit einer wahren Farbexplosion im großen Modenschau-Finale belohnt. Die Bildqualität variiert, da Kamerafrau Ellen Kuras mit verschiedenen Kameras arbeitete. Viele Bilder sind sehr grobkörnig und wirken so unscharf wie die Urlaubsvideos mancher Hobbyfilmer. Aber gerade das macht den Film so real.

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