Kritik: Teufelsweib in schwerer See

Wasser hat keine Balken. Vielleicht können sich Filme, die aufs nasse Element bauen, deshalb nicht lange in den Kino-Charts halten. Tatsache ist jedenfalls: Seit dem Ende der goldenen Fünfziger erlitt fast jedes Kinoabenteuer, das auf den sieben Weltmeeren spielt, Schiffbruch. Die „Meuterei auf der Bounty“ (1961) mit Marlon Brando geriet ebenso zum kommerziellen Fiasko wie Roman Polanskis „Piraten“ (1986). Auch das jüngste Unternehmen, das 90-Millionen-Dollar-Spektakel „Die Piratenbraut“, ging an den Kinokassen in den USA baden und spielte gerade mal elf Millionen Dollar ein. Durch diesen Flop zog das schlecht besuchte Leinwand-Happening auch noch seine Produktionsfirma mit in die Tiefe: Das finanziell ohnehin angeschlagene Hollywoodstudio Carolco, das einst mit „Rambo“ und „Terminator 2“ kräftig absahnte, mußte vor sechs Wochen Konkurs anmelden.

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