Kritik: Tavianis „Wahlverwandtschaften“

Hamburg (dpa) – In Goethes Roman von den „Wahlverwandtschaften“ brodeln die großen Gefühle unter der stillen Oberfläche: Zwei Frauen und zwei Männer fühlen sich leidenschaftlich zueinander hingezogen, eine Ehe zwischen zweien von ihnen zerbricht daran. Die italienischen Regisseurs-Brüder Paolo und Vittorio Taviani („Fiorile“) haben die klassische Vorlage verfilmt – von den unterschwellig brodelnden Gefühlen ist in der konventionell erzählten Geschichte jedoch ebensowenig übriggeblieben wie vom sozialen Zündstoff, den Goethe 1809 mit dem Ehebruch-Roman transportierte. Lichtblick des Films, der am nächsten Donnerstag (23.1.) anläuft, ist allein Isabelle Huppert.

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