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Kritik: StarKomödie mit Kuschelfaktor

Wenn Nancy Meyers ruft, stehen die Hollywood-Stars Schlange. Denn die Regisseurin und Produzentin ist berühmt für ihre Romantik-Komödien.

«Was Frauen wollen» mit Mel Gibson und Helen Hunt in den Hauptrollen und «Was das Herz begehrt» mit Jack Nicholson und Diane Keaton erfreuten Zuschauer und Kritiker gleichermaßen. Aber nicht nur das: Die Filme bescherten ihren Hauptdarstellern auch etliche Auszeichnungen und Oscar-Nominierungen.

Kein Wunder, dass zahlreiche Stars auch bei Meyers neuestem Projekt «Liebe braucht keine Ferien» mitmachen wollten. Die Komödie über vier Großstadt-Singles auf der Suche nach Liebe kommt am 14. Dezember in die deutschen Kinos.

Das Rennen um die weiblichen Hauptrollen machten Cameron Diaz («Verrückt nach Mary») und Kate Winslet («Titanic»), ihnen zur Seite stehen Jude Law («Hautnah») und Jack Black («School of Rock»). Angeblich hatte Nancy Meyers die Besetzung bereits beim Schreiben des Drehbuchs vor Augen. «Als ich Jack in "School of Rock" sah, habe ich mich auf der Stelle in ihn verliebt. Diese Rolle habe ich für ihn geschrieben», sagt die erfolgreiche Regisseurin.

Die Liebeskomödie, die abwechselnd in der Nähe von London und in Los Angeles gedreht wurde, spielt somit doppelt mit Länder-Klischees: Die beiden Briten Kate Winslet und Jude Law stehen den Amerikanern Cameron Diaz und Jack Black gegenüber.

Amanda (Cameron Diaz), erfolgreiche Werbefilm-Produzentin in Los Angeles, und Iris (Kate Winslet), Journalistin in London, leben tausende Kilometer von einander entfernt, haben aber ähnliche Probleme. Beide Frauen werden kurz vor Weihnachten von ihren Männern verlassen. Um den Liebeskummer zu bekämpfen, wollen beide den Feiertagen entfliehen.

Durch Zufall landen sie auf der selben Internetadresse für Wohnungstausch auf Zeit. Nach einem kurzen Chat sind sich die beiden unterschiedlichen Frauen schnell einig und nur wenige Stunden später ist Amanda auf dem Weg in das gemütliche, eingeschneite Cottage in der englischen Provinz. Und Iris landet im schicken Anwesen mit Pool im warmen Los Angeles.

Obwohl sich beide «männerfreie Weihnachten» wünschen, stehen diese (natürlich) bald auf der Matte. Amanda verliebt sich Hals über Kopf in Iris' Bruder Graham (Jude Law), während Iris nach und nach die charmanten Seiten von Miles (Jack Black) kennen lernt. Obwohl das Strickmuster der Geschichte schnell zu durchschauen ist, gibt sich Meyers viel Mühe, nicht in allzu viele Klischees zu verfallen.

Helfen tun ihr dabei die glänzenden Darsteller und einige Hürden im Drehbuch, die die Figuren meistern müssen. So hat Herzensbrecher Graham ein Geheimnis, die überdrehte Amanda muss lernen, Gefühle zuzulassen und die an mangelndem Selbstbewusstsein leidenden Iris und Miles, ihre verflossenen Liebhaber in die Wüste zu schicken.

Wie schon in «Was Frauen wollen» und «Was das Herz begehrt» beweist Meyers wieder ein Gespür für witzige Dialoge und intelligent-ironische Seitenhiebe auf den ewigen Geschlechterkampf. An ihre Vorgänger reicht «Liebe braucht keine Ferien» jedoch nicht ganz heran.

Trotzdem macht es Freude, den Schauspielern zuzusehen, die offensichtlich viel Spaß beim Drehen hatten. Und am Ende kann man Iris nur zustimmen: «Ich habe festgestellt, dass alles, was jemals über die Liebe geschrieben wurde, stimmt. Shakespeare sagte: "Die Reise endet, wenn sich die Liebenden begegnen" Was für ein außergewöhnlicher Gedanke.»

Carola GroßeWilde, dpa

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