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    Kritik: Star Trek 9: Der Aufstand

    Captain Picard bricht mit seinen Offizieren zu einem neuen Leinwandabenteuer auf. Mehr als drei Jahrzehnte nach dem Start des Raumschiffs Enterprise als Fernsehserie beweist nun der Kinofilm "Star Trek - Der Aufstand", daß es in den Weiten des Weltraums noch immer lohnende Ziele gibt.

    Die Beschaulichkeit der Auftaktszene auf dem Planeten der friedliebenden Ba'ku währt nur wenige Minuten. Der erste aufregende visuelle Trick und ein amoklaufender Data (Brent Spiner) beamen den Kinobesucher mitten in die Geschehnisse. In einer schwindelerregenden Raumschiffjagd übertölpelt Jean-Luc Picard (Patrick Stewart) seinen Androidenfreund mit einem skurillen Ablenkungsmanöver: Der sonst so seriöse Crew-Chef schmettert ein Lied.

    Singen, ausgefallenen Kopfschmuck tragen, Mambo tanzen - der Vorzeige-Captain der Sternenflotte überrascht in dem 60-Millionen-Dollar-Spektakel mit ungewohnten Facetten. "Im Gegensatz zu meinen beiden vorangegangenen Filmen wollten wir Picard diesmal Gelegenheit geben, unbeschwert und manchmal sogar romantisch zu sein", erklärt der charismatische 58jährige, den Produzent Rick Berman vom Drehbuch bis zur Besetzung an der Planungsphase der "Star Trek"-Filme beteiligte.

    Sein Berufsethos und die zarten Bande, die Picard zu Ba'ku-Frau Anij (Donna Murphy) knüpft, zwingen den prinzipientreuen Captain, den Gehorsam zu verweigern. Grund für den Aufstand ist eine Verschwörung innerhalb der Sternenflotte: Die Föderation unterstützt das sterbende Volk der Son'a darin, die friedlichen Ba'ku zu kidnappen, um ihnen das Geheimnis ewiger Jugend zu entreißen. Sein brillanter Gegenpol im Kampf von Gut und Böse ist Ru'afo ("Amadeus"-Oscargewinner F. Murray Abraham), der Anführer der Son'a.

    Im Gegensatz zum vorangegangen Kinofilm "Star Trek - Der erste Kontakt" rückt diesmal das gesamte "Next Generation"-Ensemble mehr ins Zentrum der Handlung. Regisseur Jonathan Frakes, der auch wieder den Commander Riker spielt, gelang mit "Star Trek - Der Aufstand" ein ausgewogenes Werk. Komik, Romantik, moralische Grundsätze und computeranimierte High-Tech-Szenen mischen sich zu einer menschlichen futuristischen Welt im Sinne des "Star Trek"-Erfinders Gene Roddenberry.

    Patrick Stewart äußerte im dpa-Gespräch aber auch Unzufriedenheit: "Tatsächlich habe ich die Frau geküßt, und es schien ihr auch zu gefallen, doch das Studio hat das herausgeschnitten. Das gehört zu den Dingen, die mir völlig unverständlich sind. Leider habe ich keinen Einfluß auf die Postproduktion. Da ich in diesen Filmen sowieso eine so große Rolle spiele, finde ich es frustrierend, von Entscheidungen dieser Art ausgeschlossen zu sein."

    Ob es für Picard und seine Getreuen einen weiteren Kinoauftritt geben wird, weiß derzeit zwar noch niemand, aber Stewart verrät: "Brent Spiner und ich arbeiten an einer Story-Idee." Und mit einem Augenzwinkern fügt er hinzu: "Ich hoffe, daß ich dann auch meinen Kuß zu Ende bringen kann. Vorausgesetzt, sie ist noch interessiert."

    Silke Weiss, dpa

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