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Kritik: Schwule Familienkomödie mit Charme

Bei den Barberinis hängt der Haussegen schief: Es ist schon schlimm genug, dass der unverheiratete Sohn Angelo mit noch nicht einmal 30 Jahren auszieht. Dass er sich dann aber als schwul outet, lässt die familiären Grundfesten beben.

Die Barberinis leben nicht in Italien, sondern schon lange in Little Italy im kanadischen Montréal. Und mit dem Coming Out des Sohnes beginnt in der charmanten Familienkomödie «Mambo Italiano» auch die verspätete innere Ankunft des Clans in der fremden Heimat.

Mit einem netten Mädchen viele bambini zeugen

Regisseur Emile Gaudreault und Autor Steve Gallucio greifen tief in alle vergnüglichen Pasta-Klischees. Bei den Barberinis steht die Mamma an dampfenden Kochtöpfen, der Vater grantelt, und die Tochter flieht vor dem häuslichen Krampf zu schrillen Neurosen und Valium-Trips. Der sensible Hoffnungsträger Angelo soll mal was «Richtiges» werden und mit einem netten Mädchen viele bambini zeugen. Doch er träumt davon, Drehbücher für Fernsehserien zu schreiben, findet aber nie die richtigen Storys.

Als er mit dem attraktiven Polizisten Nino aus der Nachbarschaft zusammenzieht, drängt Nino darauf, die homosexuelle Beziehung geheim zu halten. Bald ist der Druck für Nino zu groß: Er kapituliert vor seiner dominant-extravaganten Mutter und den schwulenfeindlichen Kollegen, verlässt Angelo und heiratet – natürlich eine Italienerin.

Amüsanter Film über Familiensinn, geplatzte Träume und das Fremdsein

Aus dem Unglück finden Angelo und seine Familie aber wieder zusammen und zum Happy-End. Und Angelo hat endlich eine gute Geschichte, die er zu einem Drehbuch verarbeiten kann. «Mambo Italiano» ist ein bunter, amüsanter Film über Familiensinn, geplatzte Träume und das Fremdsein in einer anderen Kultur. Zu Gunsten seiner liebenswerten Charaktere verzichtet der Streifen allerdings darauf, ihren Problemen allzu dicht auf die Pelle zu rücken.

dpa

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Schnörzen, Dotzen oder Gribschen - Wer tut's noch?

Nach dem Martinszug ziehen die Laternenkinder mit ihren Eltern nochmal los. Sie klingeln an Haustüren, singen Martinslieder und bekommen dafür Mandarinen, Nüsse oder Süßigkeiten. Dieser Brauch heißt je nach Region Schnörzen, Dotzen oder Gribschen. Aber gibt es diese Tradition überhaupt noch?

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