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    Kritik: Schaurig-schlechte Fortsetzung:

    Als die Filmstudentin Amy künstliches Geschrei ihrer Kommilitonen für ihre Abschlussarbeit, einen Horrorfilm, aufnimmt, geschieht tatsächlich ein Mord auf dem Campus, ein sehr grausamer sogar. Und niemand von den versammelten Studenten hört die Hilferufe des Opfers. Nur eine Legende? In der Fortsetzung des Teenie-Schockers "Düstere Legenden" passiert es wirklich so.

    Dabei übernahm sich der Filmkomponist und Cutter John Othman in seinem Regieerstling sichtlich. Die Geschichte um einige filmbegeisterte Studenten, die allesamt den begehrten Hitchcock- Award ihrer Uni gewinnen möchten, hat mehr Schwächen, als dem Kinozuschauer zugemutet werden sollten. Fast schon unverschämt bedient sich der Film "Düstere Legenden 2" beim dritten Teil der erfolgreichen "Scream"-Trilogie. Beim Dreh eines Splatter-Movies über die "mysteriösen Morde an der Pendleton University", Stoff des ersten Teils von "Düstere Legenden", wird ein Filmstudent nach dem anderen dahingemeuchelt.

    Vorbild für die geschmacklosen Morde sind wieder einmal die so genannten "düsteren Legenden", mit denen sich Jugendliche in Vollmondnächten gegenseitig verrückt machen. Mal wird einem Opfer eine Niere entfernt und danach der Kopf mit einem Fenster abgetrennt, mal filmt der ruchlose Mörder sein hilfloses Opfer, ehe er es ersticht. Bevor auch ihre eigene Geschichte zur "düsteren Legende" wird, versucht die im Mittelpunkt der dünnen Handlung stehende Amy, allzu theatralisch gespielt von Jennifer Morrison, den Killer zu stoppen.

    Das alles wird bei John Othman zu einer grellen und ermüdenden Mischung von flachen Dialogen und geschmacklosen Darstellungen. Es finden sich Versatzstücke aus allen möglichen Horrorfilmen für das Teenager-Publikum, die zuletzt auf der Leinwand zu sehen waren. Der Mörder lauert überall, Türen schließen niemals richtig, Fensteröffnungen sind grundsätzlich zu klein und die vornehmlich weiblichen Hauptdarsteller glänzen mit haarsträubender Naivität. Die philosophischen Ausflüge der Darsteller nach der Art "Ist Film wichtiger als das Leben?" sind alles andere als wirklich tiefsinnig.

    Leif Kramp, dpa

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