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Hauptrolle

Kritik: Rockstar spielt die erste Hauptrolle in "Leading Man"

Frankfurt/M (AP) Rockstar Jon Bon Jovi spielt nach seinem Filmdebüt in "Moonlight und Valentino" nun bereits eine In "Leading Man" ist er wieder als Verführer zu sehen - allerdings nicht mit dem unschuldigen Charme des "Anstreichers mit Knackarsch", wie Bon Jovi seine erste Rolle beschrieb, sondern berechnend und raffiniert.

Der britische Regisseur John Duigan sah in dem 34jährigen Mädchenschwarm die Idealbesetzung für die Rolle des US-Schauspielers Robin Grange, der bei einem Gast-Engagement an einem Londoner Theater seine eigenen Interessen durchzusetzen weiß. Seine Waffen sind Sex, Charme und Indiskretion.

Robin Grange drängt sich in das Privatleben seiner Kollegen am Theater, die an dem neuen Stück "The Hit Man" arbeiten. Er erkennt, daß Drehbuchautor Felix Webb (Lambert Wilson) in einem großen seelischen Dilemma steckt. Webb ist in die Schauspielerin Hilary verliebt und drauf und dran, seine Ehefrau Elena und drei Kinder zu verlassen. Robin schlägt ihm vor, Elena (Anna Galiena) zu verführen, um sie von der Affäre abzulenken und sie vielleicht dazu zu bringen, sich freiwillig von ihrem Mann zu trennen. Tatsächlich spannt er Felix die Ehefrau aus, aber auch Felix' Geliebte erliegt offenbar dem Zauber Robins.

"Jon geht die Schauspielerei sehr ernsthaft an. Er nimmt seit etlichen Jahren Schauspielunterricht und kommt immer sehr gut vorbereitet ans Set. Außerdem verfügt er über eine charismatische, starke Leinwandpräsenz", sagt Regisseur Duigan, der ein Drehbuch seiner Schwester Virginia Duigan verfilmte. Bon Jovi selbst fand, "so eine Rolle zu spielen, ist der pure Genuß": "Dieser Mann hat eine dunkle Seite, er hat auch keine Skrupel, sich jede Einzelheit des Lebens eines anderen anzueignen und ihn damit auch noch zu erpressen. Doch macht er dies mit sehr viel Charme."

In der Rolle des Theaterregisseurs ist Barry Humphries zu sehen, der als "Dame Edna Everage" mit schrillen Schmetterlingsbrillen und spitzem Mundwerk Fernsehkarriere machte.

Filmregisseur Duigan wollte nach eigenen Worten verschiedene Genres vereinen: "Es ist ein Drama über Obsessionen, hat Thriller-Elemente, viel Humor, einen faustischen Pakt und nimmt schließlich eine überraschende Wendung."

Die romantischen Verstrickungen werden von ruhigen, melodiösen Popsongs untermalt. Der Soundtrack mischt Oldies wie "Where do you go to my lovely?" von Peter Sarstedt mit aktuellem Material zum Beispiel von Dubstar und Milla. Als populärster Song gilt aber die Ballade des ehemaligen Take-That-Sängers Gary Barlow, "Forever Love", die zum Schluß erklingt.

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