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    Kritik: "Peanuts – Die Bank zahlt alles"

    Die Schneider-Affäre als Kino-Satire: Charakterdarsteller Ulrich Mühe spielt den Dr. Schuster, der sich mit Hilfe eines großzügigen Bankkredits von vier Milliarden Mark vom sanierungsbedürftigen Altbau bis zur todschicken Ladengalerie, vom weltgrößten Urlaubsgebiet bis zum Reichstag (!) alle besitzenswerten Grundstücke und Immobilien der Welt untern Nagel reißt.

    Immer begleitet wird er von seiner aufgedrehten Pressesprecherin Greta Görre (Iris Berben), seinem kritischen Schwager Wolfram Braun (Rüdiger Vogler) und einer gesunden Portion Wagemut, Selbstüberschätzung sowie einer recht freizügigen Einstellung zum Gesetz.

    Eine ordentliche deutsche Komödie, die das hintergründig komische Potential der Schneider-Affäre ergiebig ausschöpft, ohne aber in ästhetischer Brillanz und inhaltlicher Schärfe die Klasse von "Schtonk" zu erreichen. Trotzdem ist der in Deutschland viel zu selten unternommene Versuch zu honorieren, das Kinopotential des aktuellen Zeitgeschehens auszuloten. Erst vor wenigen Tagen hatte das Hamburger Landgericht einen Antrag von Jürgen Schneider auf Aufführungsverbot abgelehnt. eve

    Copyright: , 21.3.1996

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