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Kritik: Lied der Trauer

Einem irischen Volkslied ist der Titel von Ken Loachs Film «The Wind that Shakes the Barley» entliehen. Es ist ein Lied der Trauer über fremde Ketten, von denen man sich nicht befreien kann. Der Brite widmet seinen eindrucksvollen Streifen einem düsteren Kapitel der irisch-britischen Geschichte, dem Bürgerkrieg in Irland in den 20er Jahren.

Der junge irische Arzt Damien (Cillian Murphy) befindet sich schon im Aufbruch nach London, wo er an einem Krankenhaus arbeiten will. Nach einem brutalen Überfall einer Gruppe britischer Soldaten (Black Tans) auf eine irische Bauernfamilie ändert er seine Pläne. Wie sein Bruder Teddy (Padraic Delaney) schließt er sich der IRA an und nimmt an Aktionen der Guerilla teil. Zu den niederschmetternden Konsequenzen des politischen Befreiungskampfes zählt die Eskalation der Gewalt auf beiden Seiten. Damien muss einen Freund aus den eigenen Reihen erschießen, weil der ein Verräter war.

«Ich hoffe, das Irland, für das wir kämpfen, ist es wert», sagt der junge Arzt, dessen Ideale zwischen den politischen Fronten verloren gehen. Im historischen Rückblick geht es um den Verlust einer Idee, um das Scheitern des Entwurfes eines sozialistischen Irlands.

An den Schauplätzen im ländlichen Irland geraten die Menschen in den Sog einer Gewaltspirale, die Freundschaften und Familien zerstört. «The Wind that Shakes the Barley» verbindet das Politische mit den menschlichen Dramen dieses Befreiungskrieges.

Ricarda Schrader, dpa

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Nach dem Martinszug ziehen die Laternenkinder mit ihren Eltern nochmal los. Sie klingeln an Haustüren, singen Martinslieder und bekommen dafür Mandarinen, Nüsse oder Süßigkeiten. Dieser Brauch heißt je nach Region Schnörzen, Dotzen oder Gribschen. Aber gibt es diese Tradition überhaupt noch?

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