Titel

Kritik: König, King Kong Citizen Dick

Das große Problem von Oliver Stones neuem Film „Nixon“ ist sein Titel. Natürlich handelt er ausschließlich von dem früheren US-Präsidenten, doch damit fordert er auch genaueste Untersuchungen heraus, welche Details stimmen und welche nicht. Auch Orson Welles' „Citizen Kane“ erinnerte einst jedermann sofort an den Zeitungszaren Hearst, doch der Namenswechsel machte aus einer faktischen Biographie eine fiktive. Hätte Oliver Stone sein Porträt eines engstirnigen, machtbesessenen Präsidenten „Citizen Dick“ genannt, wollte er mit dem Charakter Nixons nicht gleichzeitig US-Geschichte durchleuchten, stünden wir vor einem großen Film. Er hätte den Anspruch fallenlassen sollen, Geschichte so darzustellen, wie sie war. Dann müßte Stone sich nicht vorwerfen lassen, daß sie nachweisbar in mehreren Punkten nicht so war, vom rauchenden Nixon bis zu Details von Watergate.

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