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    Kritik: Kino für Einsteiger mit Bär, Tiger- und -ente

    Kleiner Tiger und Bär ganz groß im Kino: Der Kinderbuch-Klassiker «Oh, wie schön ist Panama» mit reisefreudigen Tierfiguren in den Hauptrollen kommt jetzt auf die Leinwand. In dem Zeichentrickfilm haben die beiden dicken Freunde auf der Suche nach ihrem Traumland Panama dort, wo die wohlriechenden Bananen wachsen - aber wesentlich mehr Abenteuer zu bestehen als in dem Bestseller des Autors Janosch.

    «Wir halten uns so weit wie möglich an die Buchvorlage, allerdings reicht die Handlung nicht für einen Spielfilm aus», sagt Produzentin Irina Probost. Und so kommt es, dass der gelb-schwarz-gestreifte Tiger und der braune Bär auf ihrer langen Reise - im Gepäck einen Topf, eine Angel und die Tigerente - im Sturm auf eine für den Film erfundene Tropeninsel gespült werden. Das müsse Panama sein, jubeln sie. Doch schon bald schlägt die Stimmung um. Wie gut, dass ein weiser, riesiger Vogel die Freunde zurück nach Hause in ihre gemütliche Hütte bringt. Hier ist das wahre Paradies.

    «Oh, wie schön ist Panama» (Regisseur Martin Otevrel) ist ein gefühl- und zum Teil auch humorvoller Einstiegsfilm für die jüngsten Kinogänger. Es geht, wie in dem Buch-Klassiker von 1978, um Freundschaft und Glück. Und es gibt 70 Minuten lang keine Szenen, vor denen sich der Nachwuchs fürchten muss, allenfalls spannende Momente. Für die meisten Mädchen und Jungen ab sieben Jahren dürfte der Film, der durch die stoische Ruhe seiner beiden niedlichen Helden besticht, hingegen schon wieder zu langweilig sein.

    Der 75 Jahre alte Janosch, der über 300 Kinderbücher geschrieben hat und zurückgezogen auf Teneriffa lebt, habe sich nicht in die Arbeit der Filmemacher eingemischt, heißt es. Das wird an einer Stelle des in kräftigen Farben gezeichneten Streifens besonders deutlich: Der handfeste Streit zwischen Tiger und Bär auf dem Eiland will nicht so recht zu den Motiven der Buchvorlage passen. Auch wenn die Versöhnung sich schnell anbahnt, als der Tiger traurig fragt: «Du Bär, wie lange dauert so ein Streit eigentlich. Meinst Du, wir können ihn kurz unterbrechen?»

    Besonders gelungen ist die Auswahl der Sprecher. Allen voran «Tatort»-Kommissar Dietmar Bär, der seinem Namensvetter, dem kleinen Bären, seine ruhige Bassstimme leiht. Schauspieler Til Schweiger spricht den verspielten Tiger. Auch Komiker geben ihr Bestes. Hinter dem frechen Kobold Schnuddel verbirgt sich Ralf Schmitz. Anke Engelke leiht wie in «Findet Nemo» einem Fisch ihre Stimme. Der für den Film ausgedachte Reiseesel Mallorca, der als Vagabund auf der Suche nach der großen Liebe ist, wird mit spanischem Akzent von Mirco Nontschew gesprochen.

    dpa

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