Kritik: Kein Sex – wir sind verheiratet

m akademischen Milieu besteht die Liebe bekanntlich aus Mißverständnissen zwischen kopflastigen Typen, die amouröse Blamagen immerhin geistreich zu kommentieren wissen. Letzteres ist eine Spezialität der Dozentin Rose, die jeden Gedanken an Zweisamkeit inzwischen der Einsiedelei im Jogginganzug geopfert hat. Bis sie an Greg gerät, einen liebesmüden Professor, den ständig blonde Bienen von seiner Mathematik ablenken. Er schlägt Rose eine Vernunftehe vor, belebt von intellektueller statt sexueller Energie. Doch während sich die geplante Reizlosigkeit auf Gregs Libido dämpfend auswirkt, kommen Roses Hormone in Fahrt...

Barbra Streisand läuft natürlich nur deshalb so lange im Schlabberlook herum, damit wir sie zuletzt als Schönheit im kleinen Schwarzen bewundern – hui, ist die fesch mit 54! Von solchen Eitelkeiten abgesehen, gelang ihr als Regisseurin eine Komödie, die gerade durch ihre unaufgeregt-altmodische Machart so sympathisch wirkt.

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