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Kritik: "Jack" – rührselige Komödie mit Robin Williams

Köln (dpa) – Nach vierjähriger Drehpause meldet sich Starregisseur Francis Ford Coppola ("Apocalypse Now") mit einer rührseligen Komödie zurück. "Jack", die Geschichte eines Jungen, der viermal schneller wächst und altert als andere Kinder, ist ein klassischer amerikanischer Familienfilm, der das Klischee nicht scheut und heftig auf die Tränendrüsen drückt.

Robin Williams ist die Rolle des Riesenbabys Jack zwar wie auf den Leib geschrieben, die etwas dünne Story des Films kann jedoch auch das komische Talent des eifrig Grimassen ziehenden amerikanischen Schauspielers nicht retten.

Jack ist ein alberner Junge mit altersgrauen Schläfen, der nichts lieber möchte, als mit seinen Altersgenossen die Schulbank drücken und Baumhäuser bauen. Mit Hilfe seines Privatlehrers - gespielt von dem unschlagbaren Bill Cosby – gelingt es Jack nach einigem Hin und Her, seine Eltern davon zu überzeugen, daß er durchaus wie ein normaler Zehnjähriger zur Schule gehen kann. Auch bei seinen gehässigen Mitschülern, die natürlich laut lachen, als die kleine Schulbank unter dem Kind mit der Figur eines Vierzigjährigen zusammenbricht, kann er sich schließlich Respekt verschaffen. Vorher muß er allerdings erst beim Basketball Punkte für sein Team holen und Pornomagazine für konspirative Treffen im Baumhaus besorgen.

Außerdem hat der harmlose Jack mehrere Abenteuer mit Frauen zu bestehen, die sich von dem kindischen Mann mit der Halbglatze erotisch angezogen fühlen. Jack sieht zwar rasch ein, daß er seine pubertären Gefühle auf keinen Fall mit zwölfjährigen Mitschülerinnen ausleben kann. Umgekehrt kann er sich aber auch nicht für die heftig an ihm interessierte Mutter seines Schulkameraden erwärmen, was zu einigen komischen Verwicklungen führt.

"Das Leben rennt davon. Du mußt es in seiner ganzen Fülle und mit Deinem Herzen leben", faßt Francis Ford Coppola die Botschaft seiner Komödie zusammen. Und tatsächlich rennt Jack, dem Riesen mit dem Kinderherz, die Zeit davon. Mit etwa 90 Jahren macht er schließlich noch kurz vor seinem Tod den Universitätsabschluß. Studenten und Eltern sind zu Tränen gerührt, und auch das Kinopublikum greift instinktiv nach dem Taschentuch.

Von Anne-Beatrice Clasmann, dpa

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