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    Kritik: "Irren ist männlich"

    Hamburg (dpa) - Ein Mann kann keine Kinder zeugen, hat aber zwei. Um die Suche dieses Familienvaters nach dem Erzeuger seiner Kinder dreht sich Sherry Hormanns neuer Film "Irren ist männlich", der am 31. Oktober in den Kinos anläuft. Auch wenn der Titel manchen auf den Gedanken bringen könnte, hier werbe eine weitere deutsche Beziehungskomödie um Zuschauer, sind doch kaum Ähnlichkeiten mit gängiger deutscher Komödien-Konfektion zu erkennen.

    Nach ihrem Kinoerfolg "Frauen sind was Wunderbares" erzählt Sherry Hormann diesmal eine tragikomische Familiengeschichte. Mit erstklassigen Schauspielern, einer guten Story und Liebe zum Detail gelang der Deutsch-Amerikanerin ein unterhaltsamer Streifen.

    Ein erfolgreicher Anwalt (Herbert Knaup) hat Glück im Leben, mit seiner klugen und attraktiven Frau (Corinna Harfouch) ist er seit 13 Jahren verheiratet, sie haben zwei entzückende Kinder. In ihrem großen Zuhause spielt sich ein lebhaftes Familienleben ab. Mit seiner Geliebten (eher schwach: Natalia Wörner) verbringt der Anwalt tagsüber zwanglose Schäferstündchen. Eines Tages gesteht sie ihm, daß sie bereits seit Monaten versuche, schwanger zu werden, und verlangt, daß er seine Zeugungsfähigkeit untersuchen läßt.

    Der Befund trifft den Nichtsahnenden wie ein Schlag: Er war schon immer zeugungsunfähig. Auch seine eigenen Kinder können demnach nicht von ihm sein. Das Glück erhält Risse, der Anwalt sieht Frau und Kinder plötzlich mit anderen Augen. Dem Schock folgt die Suche: Der verzweifelte Nichtvater macht sich auf, den Erzeuger seiner Kinder zu finden - mit unerwarteten Folgen und einem zwar nicht ganz überraschenden, doch trickreichen Ende.

    So manches bleibt unklar in dem Film. In den beiden von ihm ausgemachten "Hauptverdächtigen", zwei alten Freunden des Paars, hat das Drehbuch dem dynamischen Anwalt keine ebenbürtigen Konkurrenten an die Seite gestellt - der eine (Axel Milberg) ist verrückt geworden, der andere (Dominik Graf) erblindet. "Das war als Spiegelbild für den Anwalt gedacht, denn er nähert sich ja der Verrücktheit", versucht Sherry Hormann eine Erklärung. Doch ohne die Schwächen der Gegner wäre eben auch so mancher Gag nicht möglich gewesen.

    Von Fatina Keilani, dpa

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