Mond"

Kritik: Independence Day – Lautstark im Weltraum

Vor genau vierundneunzig Jahren drehte der Pariser Theaterbesitzer Georges Méliés einen Film, der hieß „Die Reise zum Mond“. Eine Gruppe bürgerlich gekleideter Astronauten besteigt ein raketenförmiges Raumschiff, das mit einer Riesenkanone ins Weltall geschossen wird; ein Ehrenkomitee aus leichtgeschürzten Tanzmädchen - die Darstellerinnen stammten aus den Folies-Bergéres – steht beim Abschuß Spalier. Die Rakete trifft den gutmütigen Herrn Mond ins rechte Auge. Dicke, trübe Schmerzenstränen kullern heraus. Nach der Landung feiern die Raumfahrer mit den „Seleniten“, durchsichtig schillernden Mondbewohnern, die bei der Berührung mit einem Regenschirm wie Seifenblasen zerplatzen, ein Versöhnungsfest. Dann lassen sie sich zur Erde zurückfallen, die mit ihrer freundlichen Anziehungskraft die Mondreisenden wie von selbst nach Hause bringt. Der Film war, soweit man weiß, ein großer kommerzieller Erfolg.

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