Köln

Kritik: In fremden Betten: „Die Besucherin“ ist ein starkes Debüt

Agnes (Sylvana Krappatsch) liegt in einem fremden Bett in einer fremden Wohnung, in der die Pflanzen verdorrt und der Wellensittich verschieden sind. Es ist Nachmittag, sie wollte sich nur kurz ausruhen, da ist sie eingeschlafen. Unerwartet betritt ein Mann die verlassene Wohnung, Agnes stellt sich schlafend, zum einen peinlich berührt, zum anderen neugierig darauf, was geschieht. Der Mann legt sich hinter sie in Löffelchenstellung, die beiden schlafen miteinander, ohne ein Wort zu wechseln oder das Gesicht des Anderen zu sehen. Die Szene ist eine der irritierendsten und gleichzeitig beeindruckendsten in dem starken Regiedebüt „Die Besucherin“ von Lola Randl.

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