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Kritik: In Actionkomödie "Money Talks" brilliert Chris Tucker

Franklin Hatchett ist ein junger Schwarzer, der von Betrügereien beim Verkauf von Eintrittskarten lebt. Er hat eine große Klappe, und seine zwei wichtigsten Wörter, "Shit" und "Fuck", ruft er aus tiefstem Herzen. Beim Ticketverkauf wird er verhaftet und während des Transports gemeinsam mit einem Schwerverbrecher befreit. Franklin wird nun als vermeintlicher Polizistenmörder gesucht. Der US-Film, in dem nicht nur das Ende "happy" ist, kommt unter dem Titel "Money Talks – Geld stinkt nicht" am 16. Juli in die deutschen Kinos.

Den Gangstern entkommen, sieht Franklin (Chris Tucker) auf der Flucht das Bild eines TV-Reporters auf einem Bus: "Der Pulsschlag von L.A." alias James Russell, der indessen wegen seiner langweiligen Reportagen gerade seinen Job los geworden ist. Russell (Charlie Sheen) wittert beglückt die Story seines Lebens und versteckt Franklin übers Wochenende bei sich, weil er vorher noch seine Hochzeit mit Grace (Heather Locklear) abwickeln will.

Franklin merkt zwar bald, daß er sich an eine Niete geklammert hat, doch gewinnt er im Hause der reichen Brauteltern das Herz des italienischen Vaters (Paul Sorvino). Schließlich wird er mit dem Vater, der Franklin für einen Halbitaliener hält, auf einer Versteigerung gegen die Gangster bieten. So kommt Franklin an den Sportwagen, in dem sich ein Säckchen Diamanten befindet. Doch dann entführen die Gangster Pechvogel Russell. Es kommt zum großen Showdown in der Sportarena, dem Los Angeles Coliseum.

Vor allem Jugendliche dürften beschwingt aus diesem Film gehen, der bei zahllosen Actionfilmen Anleihen macht und sie gleichzeitig ironisch auf die Schippe nimmt. Auch wenn manche Verfolgungszenen völlig abgegriffen sind – Schlitzohr Franklin ("Shit, man!") hat die Sympathien auf seiner Seite. Im Stadtdschungel von L.A. droht er den Gangstern: "Ich bin gefährlich, ich töte aus Spaß", und wirkt dabei nur komisch.

Regisseur Brett Ratner, ein Spezialist für Musikvideos, zeigt sich mit dieser rasanten Actionkomödie auch dem Spielfilm gewachsen. Der 24jährige Chris Tucker, der seine Erfahrung mit Komödien vor allem auf der Bühne erwarb, bezeichnet die schwarze Schnodderschnauze Eddie Murphy als sein Vorbild. Es wirkt erfrischend, wie witzig der Film die Rassenschranken und Gewaltszene von Los Angeles durch den Kakao zieht.

Bianka Piringer, AP

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Nach dem Martinszug ziehen die Laternenkinder mit ihren Eltern nochmal los. Sie klingeln an Haustüren, singen Martinslieder und bekommen dafür Mandarinen, Nüsse oder Süßigkeiten. Dieser Brauch heißt je nach Region Schnörzen, Dotzen oder Gribschen. Aber gibt es diese Tradition überhaupt noch?

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