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Kritik: Improvisationsdrama über Einsamkeit und Sehnsucht

Ein Zusammenprall zwischen zwei Fremden in der Großstadt: Mathilda (Meret Becker), die müde über den Gehweg trottet, wird von einem Polizisten auf Verfolgungsjagd hart angerempelt, ihre selbst gedrehte «Kippe» zu Boden geschlagen. Kurz treffen sich ihre Blicke, sie schaut empört, er flehend.

Diese kurze und dabei so eindringliche Anfangsszene des Films «Komm näher» erinnert an den jüngst mit dem Oscar prämierten Film «L.A. Crash»: Um aus der Isolation heraus zu kommen und andere zu spüren, bedarf es manchmal offenbar einer rabiaten Nähe.

Anhand von drei Geschichten nimmt Vanessa Jopp («Vergiss Amerika») mit ihrem neuen Film die Sehnsucht der Menschen nach Nähe und ihre gleichzeitige Angst vor Zurückweisung aufs Korn. Dabei ist sie ein gewagtes Experiment eingegangen: «Komm näher» begann nicht mit einem fertigen Skript, sondern einzig mit bestimmten Charakteren, deren Verhalten und Dialoge dann von den Schauspielern – hervorragend: Meret Becker, Marek Harloff, Stefanie Stappenbeck und Marie-Luise Schramm - improvisiert wurde. Über die Geschichte, die nach und nach von den Autoren Adrienne Bortoli und Stefan Schneider entwickelt wurde, erfuhren die Darsteller nichts.

Da ist zum einen die Gelegenheits-Jobberin Mathilda, die sich lieber auf One-Night-Stands als auf ihre «Liebe auf den ersten Blick», den Polizisten Bronski (Hinnerk Schönemann), einlässt und dabei erwartungsgemäß enttäuscht wird. Daneben gibt es Ali (Stefanie Stappenbeck), aufstrebende Landschaftsarchitektin, verheiratet, Mutter eines Kindes. Sie ist so erfolgreich und organisiert, dass ihrem Mann (Marek Harloff), der als Fotograf erfolglos ist, nichts anderes übrig bleibt, als den Clown zu spielen.

dpa

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Schnörzen, Dotzen oder Gribschen - Wer tut's noch?

Nach dem Martinszug ziehen die Laternenkinder mit ihren Eltern nochmal los. Sie klingeln an Haustüren, singen Martinslieder und bekommen dafür Mandarinen, Nüsse oder Süßigkeiten. Dieser Brauch heißt je nach Region Schnörzen, Dotzen oder Gribschen. Aber gibt es diese Tradition überhaupt noch?

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