40.000
Aus unserem Archiv

Kritik: Hollywood-Blockbuster: Roland Emmerichs "Independence Day" startete

New York (dpa) – Seit "E.T." (1982) und "Jurassic Park" von 1993 hat es in Hollywood nicht mehr derartige Erwartungen auf einen Superhit gegeben wie jetzt bei dem Film

, der am Mittwoch in die amerikanischen Kinos kam. 300 Millionen Dollar erwartet die Fachzeitschrift "Hollywood Reporter" an den Kinokassen. Die beiden anderen Filme sind vom Regiestar Steven Spielberg, der neue von

, der in seiner schwäbischen Heimat zunächst spöttisch und dann immer anerkennender als "Spielbergle von Sindelfingen" bezeichnet wurde.

Der Mann, der das "Schwabenalter" von 40 noch nicht lange überschritten hat, ist mit dem neuen Film in die allererste Riege der Hollywood-Regisseure aufgestiegen. "Independence Day", pünktlich zum Unabhängigkeitstag am 4. Juli in den Kinos fast aller amerikanischen Städte, erzählt – wieder einmal – von einer Invasion der Außerirdischen. Aber die technischen Effekte übertreffen alles Bisherige bei weitem, auch Emmerischs "Stargate" von 1994, mit dem er schon einmal an die Spitze der Kassenerfolge gekommen war. 200 Millionen Dollar spielte "Stargate" weltweit ein.

Die Vermarktung des Films, der nach inoffiziellen Angaben die für Hollywood bescheidene Summe von 70 Millionen Dollar kostete, gilt inzwischen bereits als einmalig. Beim "Super Bowl" Anfang des Jahres, wenn ganz Amerika vor dem Fernseher sitzt, zeigte das Studio 20th Century Fox einen Trailer, in der die Aliens das Weiße Haus in Washington in die Luft sprengen. Dann kam, während halb Amerika darüber diskutierte, monatelang nichts mehr.

Nur ganz langsam und vor ausgewähltem Publikum wurden immer weitere Clips gezeigt, über die ausführlich geschrieben wurde, die Zerstörung der weltberühmten Wolkenkratzer Manhattans beispielsweise. "Die Vorfilme waren der Raketentreibstoff, den der Film brauchte", schrieb die Zeitung "USA Today". Jeff Goldblum, einer der Stars, konnte es bei einer Preview in New York nicht fassen: "Die Zuschauer jubelten, als ihre eigene Stadt zerstört wurde."

Emmerich hat an der Vermarktungsstrategie entscheidend mitgewirkt, und er hat nach eigenen Angaben das Grundkonzept für den Film schon an der Filmhochschule München entwickelt. Gemeinsam mit Dean Devlin schrieb er das Drehbuch, das viel mit H.G. Wells klassischem Roman "Krieg der Welten" von 1898 gemeinsam hat. Orson Welles hatte daraus 1938 eine Radioversion gemacht, in der er mit sich überschlagender und manchmal ersterbender Stimme die Invasion der Außerirdischen wie in einer Reportage schilderte. Massenpanik unter den Zuschauern war die Folge.

Auch diesmal soll es ähnlich funktionieren. "Wir haben immer gesagt, daß es als Ereignis verkauft werden muß, daß unaufhaltsam herankommt und nicht als ein Film, der Premiere hat", sagt Mitautor Dean Devlin.

Von Helmut Räther, dpa

Anzeige
epaper-startseite
Anzeige
News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach
Das Wetter in der Region
Mittwoch

3°C - 7°C
Donnerstag

2°C - 7°C
Freitag

3°C - 6°C
Samstag

3°C - 6°C

Das Wetter wird Ihnen präsentiert von:

Das Wetter in Koblenz
Mittwoch

2°C - 5°C
Donnerstag

2°C - 7°C
Freitag

3°C - 6°C
Samstag

3°C - 6°C
UMFRAGE
Aus für die Lindenstraße - Wird Ihnen die Kultserie fehlen?

Das Ende der Fernsehserie „Lindenstraße“ sorgt für Diskussionen. Viele sind mit ihr aufgewachsen, werden die Kultcharaktere vermissen. Sie auch?

Anzeige
Wirtschaft im nördlichen Rheinland-Pfalz
Event-Kalender
Veranstaltungstipps

Sie haben einen Veranstaltungstipp für uns? Hier geht's zum Formular!