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    Kritik: "High School High" von Erfolgsproduzent David Zucker

    Frankfurt/M (AP) Geschichtslehrer Richard Clark (Jon Lovitz) wird schnell klar, auf was er sich da eingelassen hat: Kaum hat er seinen Dienst an der Barry High School angetreten, werden ihm Auto und Uhr geklaut. Das Schulgebäude ist eine Ruine, und die allgegenwärtigen Gangmitglieder tragen soviel Pistolen, Messer und Granaten mit sich herum wie eine gut ausgestattete Bürgerkriegsarmee. Da ist es nur ein schwacher Trost, wenn die Schuldirektorin ihre Schutzbefohlenen bittet: "Gebt ihm eine Woche Zeit, bevor ihr ihm etwas Schreckliches antut."

    Mit "High Street High", der am 12. Dezember in die deutschen Kinos kommt, hat Erfolgsproduzent David Zucker ("Die nackte Kanone") versucht, dem Genre durch eine Parodie wieder Leben einzuhauchen. Doch die Geschichte vom idealistischen Lehrer, der allen Widrigkeiten zum Trotz den Respekt seiner Schüler gewinnt und schließlich das Gute in ihnen zu Vorschein bringt, ist nur zu Beginn wirklich komisch. Zu sehr verläßt sich der Film auf die Grundkonstellation naiver Lehrer - abgebrühte Schüler und zu abgeschmackt sind die Witze: "Mein Gott, du bist ja noch Jungfrau! - Nein, ich hab bloß mein Höschen noch an."

    Dabei sind die unverzichtbaren Zutaten für eine guten High-School-Film eigentlich vorhanden: Das obligatorische Wagenrennen, der heiße Tanz auf der Schulparty, die Schöne, in die sich der Hauptdarsteller verliebt und die er am Ende natürlich auch bekommt. In diesem Fall ist das Schulsekretärin Victoria (Tia Carrere), deren schauspielerische Fähigkeiten leider etwas begrenzt sind. Die Schlüsselszenen sind jedoch zu lieblos gearbeitet, um den Zuschauer wirklich mitfiebern zu lassen.

    Das Problem von "High Street High" ist nicht die einfach gestrickte Story - natürlich gewinnt Richard nicht nur Victoria, sondern zieht auch Exgangleader Griff auf seine Seite, der insgeheim schon immer aufs College gehen wollte. Letzlich kann sich der Film nicht entscheiden, was er eigentlich sein möchte: Überdrehte Persiflage oder doch lieber idealistisches Bildungsdrama a la "Club der toten Dichter." Das Genre eignet sich ohnehin nur bedingt zur Parodie: Die Stärke guter High-School-Filme wie "Grease" lag schon immer darin, das sie sich selbst nicht ganz ernst nehmen.

    Von AP-Korrespondent Ralf Neukirch

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