Kritik: „Girl 6“

Girl 6 (Theresa Randle), benannt nach der Nummer, die ihr in der Telefonsex-Agentur gegeben wurde, hat eine Stimme zum Anbeißen. Und so laufen bei der gescheiterten Schauspielerin nicht nur die Drähte, sondern auch die männlichen Kunden reihenweise heiß. Doch bald heißt es für sie: kein Anschluß unter dieser Nummer. Denn ein Mann am anderen Ende der Leitung, dem sie leichtsinnigerweise ihre Privatnummer verraten hat, entpuppt sich als perverser Lüstling.

Die episodenhafte und oberflächliche Inszenierung zerlegt Spike Lees filmische Telefonaktionen in zu viele Einzelteile. Auch effektheischende Bildmontagen und der Soundtrack von Prince verhindern nicht, daß der Film bereits nach einer halben Stunde mühsam auf der Stelle tritt. bo.e.

Copyright: , 30.5.1996