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Kritik: Flotte Familien-Komödie mit Nastassja Kinski

Ein ungleiches Paar in einem absurd-komischen Rosenkrieg: In der spritzigen Romantik-Komödie "Time Share" der deutsch-amerikanischen Regisseurin Sharon von Wietersheim ("Workaholic") liefern sich Ex-Bond Timothy Dalton und Natassja Kinski ("Paris, Texas") einen erbitterten Kleinkrieg mit zahlreichen gut getimten Gags, ohne sich dabei wirklich bitterböse

Natassja Kinski brilliert als ehrgeizige Wissenschaftlerin Julia mit dicker Hornbrille, die als allein erziehende Mutter mit strengem Blick über ihre beiden heranwachsenden Söhne Thomas (Kevin Zegers) und Max (Cameron Finley) wacht. Während ihres Ferienaufenthaltes auf dem kalifornischen Balboa Island muss sie allerdings feststellen, dass ihr Leben nicht immer wie geplant verläuft. Da das Flugzeug restlos ausgebucht ist, bleibt ihr Verlobter Russell (Geoffrey Lower) zunächst in München zurück.

Als der dreiste Autofahrer Matt (Timothy Dalton) mit Vollgas an ihrem Jeep vorbeirasen will, schneidet Julia ihm entrüstet den Weg ab und verursacht prompt einen Blechschaden. Ausgerechnet dieser rüpelhafte Amerikaner steht kurze Zeit später vor der Tür ihres Urlaubsdomizils. Wie sich herausstellt, haben Julia und Matt auf Grund eines Buchungsfehlers dasselbe Ferienhaus gemietet. Da keiner von ihnen bereit ist, aus dem völlig überfüllten Ferienort wieder abzureisen, müssen sich die beiden Parteien mit ihren Kindern die Bleibe miteinander teilen.

Das Drehbuch zu dieser flotten Familien-Komödie stammt von dem amerikanischen Autor Eric Tuchman, der unter anderem an dem Skript für die Zeichentrick-Version von "Anastasia" mitarbeitete. Natassja Kinski war von diesem Kinostoff so begeistert, dass sie gemeinsam mit Erich Tuchman als Co-Produzentin in dieses Projekt einstieg. Produziert wurde "Time Share" von der Kölnerin Jeanette Buerling.

Während sich Julias Söhne schnell mit Matts Kindern Lewis (Billy Kay) und Daphne (Natalie Elizabeth Marston) anfreunden, entsteht zwischen den Erwachsenen ein erbitterter Kleinkrieg um Einkauf, Essen und Erziehung. Als obendrein noch Julias Verlobter dazustößt, der mit dieser Situation völlig überfordert zu sein scheint, ist das Chaos perfekt.

Nach ihrer gelackten Yuppie-Komödie "Workaholic" versteht es die gebürtige Amerikanerin Sharon von Wietersheim, in "Time Share" ihr rasantes Erzähltempo sogar um ein paar weitere Umdrehungen zu steigern. Die vorhersehbare Entwicklung dieser klassischen "Girl Meets Boy"-Story gleicht die Regisseurin mit sprühenden Einfällen und gut getimten Gags wieder aus, die leicht verdauerliche Kino- Unterhaltung für die ganze Familie versprechen.

Birgit Heidsiek, dpa

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