Kritik: „Farinelli“:Geschichte eines Barock-Stars

Er war eine Kultfigur des 18. Jahrhunderts, mehr verehrt und umschwärmt als seine Zeitgenossen Bach, Händel oder Mozart: Carlo Broschi (1705-1782), besser bekannt unter seinem Künstlernamen Farinelli. Er verfügte über einen Stimmumfang von mehr als dreieinhalb Oktaven. Und wenn er seine Kunst „messa di voce“, das An- und Abschwellen-Lassen eines Tones, zur Schau stellte, dann flossen im Publikum die Tränen, und die Damen sanken gleich reihenweise in Ohnmacht. Doch Farinelli, der mit seiner Stimmvirtuosität die Frauen betörte, war ein Halbmann, ein Kastrat.

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