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Kritik: Eric Rohmers neuer Film "Sommer"

Hamburg (dpa) – Die Sonne scheint, die Röcke sind kurz, die Ausschnitte tief: Eric Rohmers neuer Film "Sommer" (Kinostart 20. Juni) macht seinem Namen Ehre. Nach "Frühlingserzählung" und "Wintermärchen" liefert der mittlerweile 76jährige Altmeister jetzt den locker-leichten dritten Teil seines Jahreszeiten-Zyklus ab.

Wie in französischen Filmen üblich, geht es um Männer und Frauen, wobei erstaunt, daß die Liebessorgen von Leuten Mitte 20 für einen Mann wie Rohmer offenbar immer noch zum zentralen Thema eines abendfüllenden Films taugen.

Gaspard (Melvil Poupaud) ist allein in den Urlaub gefahren, in die Bretagne. Er will dort Lina (Gwenaelle Simon) treffen, in die er verliebt ist. Eigentlich sind die zwei verabredet, aber Lina taucht nicht auf und ruft auch nicht an. Unterdessen lernt Gaspard am Ferienort Margot (Amanda Langlet) kennen, die im Restaurant ihrer Tante jobbt. Ihr Freund ist Archäologe und zu Ausgrabungen gereist. Margot und Gaspard freunden sich an, machen lange Spaziergänge an der bretonischen Küste, aber weiter passiert zwischen ihnen nichts.

Würde nicht regelmäßig ein neues Datum eingeblendet und hätten die Akteure nicht manchmal neue Kleider an, so könnte man denken, es sei alles ein langer Tag. In einer Disco lernt Gaspard Solene (Aurelia Nolin) kennen. Als er zwischen beiden Frauen in die Bredouille gerät, taucht unvermutet die zuvor so heißersehnte Lina auf – genau im falschen Moment. Nun steht Gaspard zwischen drei Frauen, denen er Versprechungen gemacht hat.

In dem lichtdurchfluteten und mit leichter Hand gemachten Film sind die Akteure permanent mit Gedankenaustausch beschäftigt, und die Alltäglichkeit des Ganzen entfaltet nur sehr allmählich einen eigenen Reiz. Der unbeholfene und unentschlossene Gaspard fährt am Ende in die Stadt, um sich seiner Musikerkarriere zu widmen, das Frauenproblem bleibt ungelöst. Margot steht am Ufer und winkt seiner Fähre hinterher.

Von Fatina Keilani, dpa

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