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Kritik: Englische Liebeskommödie

Was wäre, wenn...? Immer wieder regt diese Frage dazu an, über verpaßte Chancen oder ungeahnte Möglichkeiten nachzugrübeln. Auch die englische Liebeskommödie "Sie liebt ihn, sie liebt ihn nicht" von Peter Howitt geht diesen Spekulationen nach. In zwei parallel laufenden Geschichten erzählt der Regisseur, wie das Leben der charmanten Kellnerin Helen (Gwyneth Paltrow) tatsächlich verläuft und wie es sein könnte.

Verpaßt sie die U-Bahn, geht ihr Beziehungstrott mit ihrem untreuen Freund Gerry (John Lynch) ungestört weiter. Springt sie dagegen in letzter Minute in den Waggon, trifft sie den sympathischen James (John Hannah) und verändert ihr Leben grundlegend.

Die Idee zu seinem Regiedebut hatte der Schauspieler Howitt ("Im Namen des Vaters"), als er selbst in London um ein Haar von einem Auto überfahren worden wäre. "Es ging gerade nochmal gut. Aber inwiefern hat der Bruchteil einer Sekunde über mein Schicksal entschieden?", fragte er sich. Noch völlig benommen von dem Schreck sei ihm die Idee für das Drehbuch durch den Kopf geschossen. So wie im "wirklichen" Leben liegen auch im Film Glück und Unglück, Lachen und Weinen oft ganz nah beieinander.

In acht Wochen wurde der Film mit Lynch und Hannah in den beiden männlichen Hauptrollen in London gedreht. Gwyneth Paltrow scheint die Rolle des liebreizenden und begehrenswerten Mädchens auf den Leib geschrieben. Erfahrungen mit verwickelten Liebesdingen konnte sie bereits 1996 als Emma in der Verfilmung des gleichnamigen Romans der englischen Schriftstellerin Jane Austen sammeln. Bei der Premierenfeier wurde Howitt auf die charmante Hauptdarstellerin aufmerksam und gewann sie später für seinen eigenen Film. Im kommenden Frühjahr wird die 26jährige Schöne mit dem strahlenden Lächeln als Prinzessin Diana in der internationalen Produktion "Whatever Love means" auf der Leinwand zu bewundern sein.

Die verwickelte Geschichte macht Lust darauf, selber die Realität zu überlisten und auszuprobieren, was passiert wäre, wenn.... Doch was auf der Leinwand möglich ist, bleibt im Leben ein Wunschtraum. Wer trotzdem einer vermeintlich verpaßten Chance nachtrauert, muß nicht verzweifeln. Am Ende, so Howitts tröstliche Botschaft, spielen die eigenen Entscheidungen kaum eine Rolle: Früher oder später kommt doch alles so, wie es das Schicksal will.

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Schnörzen, Dotzen oder Gribschen - Wer tut's noch?

Nach dem Martinszug ziehen die Laternenkinder mit ihren Eltern nochmal los. Sie klingeln an Haustüren, singen Martinslieder und bekommen dafür Mandarinen, Nüsse oder Süßigkeiten. Dieser Brauch heißt je nach Region Schnörzen, Dotzen oder Gribschen. Aber gibt es diese Tradition überhaupt noch?

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