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New York

Kritik: Dürftig und etwas unlogisch

Lara Croft ist wieder da: Sie rast auf einem Jet-Ski durch die griechische Ägäis, hängt kopfüber an einem Seil über einem Kliff und springt im geflügelten Taucheranzug von einem Wolkenkratzer in Hongkong. In dem Nachfolgefilm "Tomb Raider 2 – Die Wiege des Lebens" wirbelt Hollywoodstar Angelina Jolie abermals in der Rolle der gut durchtrainierten und wohl geformten britischen Aristokratin und Archäologin Lara Croft über die Leinwand und quer über den Globus. Und wie auch schon in dem erfolgreichen ersten Teil von "Tomb Raider" ist auch diesmal die Aufgabe der zum Leben erweckten Computeranimation glasklar: Sie muss die Welt retten.

Das Böse ist entsprechend der griechischen Mythologie in der "Büchse der Pandora" versteckt. Die befindet sich auf dem afrikanischen Kontinent in einer Gegend, die als "Wiege des Lebens" gilt. Damit dieses Instrument zur Zerstörung der Welt nicht in die Hände des wahnsinnigen Nobelpreisträgers Jonathan Reiss (Ciaran Hinds) und seines Gehilfen Sean (Til Schweiger) fällt, muss sich natürlich Lara Croft ins Zeug legen. Ihr zur Seite hat Regisseur Jan De Bont diesmal einen Gefährten gestellt: Terry Sheridan (Gerard Butler), den Croft erst mal aus dem Gefängnis holen muss. Sheridans Motive sind ambivalent: Er kann seine Finger nicht von der Schönen lassen und auch an der "Büchse der Pandora" ist er interessiert.

Atem beraubend

Es ist durchaus Atem beraubend zu sehen, wie elegant Jolie im hautengen silbernen Stretchanzug Körper, Fäuste und diverse andere Waffen gegen all die knallharten Männer einsetzt, die sich ihr in den Weg stellen. Für die meisten der Stunts brauchte die 28-Jährige nicht mal ein Double: Sie lernte Jet-Ski-fahren, im Seitensattel zu reiten und Kickboxen. Im Gegensatz zu anderen Action-Filmen legte Regisseur Jan De Bont Wert darauf, live zu drehen, nur wenig soll im Studio entstanden sein. Computersimulation wurde wenig eingesetzt. Trotz der spektakulären Szenen fühlt sich "Tomb Raider 2" am Ende allerdings an wie ein Abhaken der verschiedenen Levels eines Computerspiels. Die Story an sich ist dürftig und an manchen Stellen nicht ganz logisch.

Gnadenlose Verrisse in USA

Entsprechend gnadenlos sind die Verrisse in den US-Medien: "'Lara Croft' trottet von einer Action-Szene zur anderen ohne wirklichen Rhythmus oder Auftrieb zu entwickeln", schrieb die "New York Times". Und die "Daily News" wird noch deutlicher: "Wie kann etwas, das so teuer, so laut und so wild ist, gleichzeitig so stumpfsinnig langweilig sein?", fragt das Blatt. Vielleicht sollten sich die Fans von Lara Croft lieber dem parallel dazu erschienen Computerspiel für Playstation 2 "Lara Croft. Tomb Raider – The Angel of Darkness" widmen: Dort haben sie wenigstens Kontrolle über ihre Heldin.

Carla S. Reissman, dpa

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