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Kritik: „Dorfpunks“: Reminiszenz an die 80er-Jahre

Schmalenstedt, 1984: Erwartungsvoll blicken die Schüler auf die Bühne, auf der das Konzert der neuen Punkrock-Gruppe beginnen soll. Doch statt fetziger Klänge überrascht ein Bandmitglied (Pit Bukowski) die Gymnasiasten mit einem politischen Pamphlet. Im Brustton der Überzeugung erklärt der Musiker, dass sie niemals Platten aufnehmen werden, um nicht die „faschistischen Mechanismen“ der Industrie zu bedienen. Nach dieser provokativen Ansage verlässt die Band sang- und klanglos den Saal. Mit seinem neuen Spielfilm „Dorfpunks“ liefert der norddeutsche Regisseur Lars Jessen („Am Tag als Bobby Ewing starb“, „Schimmelreiter“) eine augenzwinkernde Reminiszenz an die 80er-Jahre, in denen die pulsierende Punk-Bewegung ihr eigenes Lebensgefühl schuf: ablehnend, aufsässig, aufrührerisch.

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