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Kritik: Die Mutanten sind zurück

Sie leben mitten unter uns – unerkannt und mit übermenschlichen Fähigkeiten ausgestattet. Ob Mutanten die nächste Stufe der humanen Evolution oder aber schlichtweg gefährliche Monster sind, darüber hat die Menschheit schon vor drei Jahren in "X-Men" gestritten.

Damals landete Regisseur Bryan Singer ("Die üblichen Verdächtigen") einen weltweiten Blockbuster, der den Weg für weitere Comicverfilmungen wie "Spiderman", "Daredevil" und demnächst "The Hulk" ebnete. Nun kommt mit "X-Men 2" die Fortsetzung der Mutanten-Saga in die Kinos.

Wir erinnern uns: Der mächtige Telepath Professor Charles Xavier (Patrick Stewart) und seine X-Men kämpfen für die friedliche Co-Existenz von Mutanten und Menschen. Letztere fühlen sich jedoch zunehmend von ihren überlegenen Brüdern und Schwestern bedroht, Hardliner fordern Zwangsregistrierung und Internierungslager.

Vielschichtige Story mit hochkarätigen Stars und ausgefeilten Effekten

Als auf den amerikanischen Präsidenten ein Attentat verübt wird, halten die X-Men zunächst ihren Erzfeind Magneto (Ian McKellen) für den Drahtzieher, strebt dieser doch seit langem die Weltherrschaft für Mutanten an. Aber schon bald stellen der krallenbewehrte Wolverine (Hugh Jackman) und seine Gefährten fest, dass die Gefahr dieses Mal aus einer ganz anderen Richtung kommt. Widerwillig müssen sich die X-Men mit Magnetos Gruppe vereinen, denn nur gemeinsam haben sie eine Chance, diesen Kampf zu gewinnen.

Fans dürfen aufatmen: Auch in "X-Men 2" sind wieder alle Hauptfiguren des ersten Teils versammelt. Mittlerweile liest sich die Besetzung sogar noch hochkarätiger, denn für Newcomer wie Hugh Jackman, Rebecca Romijn-Stamos und die mittlerweile Oscar-gekrönte Halle Berry hat sich das Mutanten-Dasein als Karrieresprungbrett erwiesen. Daneben wartet die Fortsetzung aber noch mit allerlei neuen Kreaturen auf, darunter der mysteriöse Nightcrawler (Alan Cumming), der sich in Sekundenbruchteilen von einem Ort zum anderen teleportieren kann.

Ideales Ende für eine Fortsetzung

Im Vergleich zum Vorgänger ist "X-Men 2" vielschichtiger, die Special Effects sind ausgefeilter und auch die Romantik kommt nicht zu kurz. Schade nur, dass viele spannende Aspekte bloß angerissen werden. So mutet die Geschichte am Schluss recht bruchstückhaft an, aber das dürfte durchaus Kalkül der Macher sein. Denn wie schon bei Teil eins, lässt auch das Ende von "X-Men 2" vermuten, dass es in nicht allzu ferner Zukunft erneut heißen wird: Die Mutanten sind zurück.

Nina Jerzy, ddp

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