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Kritik: Die Leidenschaft des Rock'n'Roll im Klassenzimmer

Der Schauspieler Jack Black ist genau das, was er im Film als Dewey Finn gerne wäre: Sänger, Songschreiber und Gitarrist seiner Zwar ist auch Finn Leadgitarrist, aber seine eigene Band hat ihn rausgeworfen.

Und während Rock'n'Roll neben der Schauspielerei nur ein Teil in Blacks Leben ist, ist Rockmusik für Finn das Einzige auf der Welt. In der US-Komödie "School of Rock" versucht der gefeuerte Musiker als Aushilfslehrer an einer Elite- Privatschule Fünftklässler in Rockstars zu verwandeln.

Der Film von Regisseur Richard Linklater ("Slacker", "Before Sunrise"), der es in den USA im Herbst bereits bis an die Spitze der Kinocharts schaffte, zeichnet nicht nur amüsant das Bild eines Verlierer-Typen und seinen Traum vom "sich nicht anpassen müssen". Linklater hält auch ein Plädoyer für die Rockmusik und schaut bei der Gelegenheit mit Augenzwinkern auf eine auf Leistung und Erfolg gebürstete Gesellschaft.

Projekt "Rockband" auf den Stundenplan

Als Finns Stagedive – der Sprung ins Publikum – mit einer harten Bauchlandung auf dem Parkettboden endet, ist seine Rockkarriere erst einmal vorbei. Die Band will ihn nicht mehr haben. Mitbewohner Ned Schneebly (Mike White) droht ihm ebenfalls mit dem Rausschmiss, weil er die Miete nicht bezahlen kann. Von Geldsorgen geplagt nimmt Finn einen Job als Lehrer an einer exklusiven Privatschule an. Keine leichte Aufgabe, denn Finn hat vom Unterrichten keine Ahnung, und für die strebsamen Zehnjährigen in ihren strengen Schuluniformen kommt Faulenzen gar nicht in Frage. Da setzt Finn kurzerhand das Projekt "Rockband" auf den Stundenplan.

"Let's get rockin'"

"Let's get rockin'" – Anstelle von Luftgitarren-Soli und Tanzeinlagen auf den Schultischen kriegt Finn bei diesem Aufruf erstmal ungläubige Gesichter zu sehen. Doch die Story gewinnt an Fahrt, als Finn die Instrumente auspackt: Keyboard, Bassgitarre und Schlagzeug sind zwar zunächst noch Fremdkörper in einem Klassenzimmer, in dem der Höhepunkt des Tages bis dahin im Ergattern eines Sternchen-Aufklebers für gute Leistungen bestand. Finn schafft es aber nach und nach, seinen Schülern das Ein-mal-Eins des Rock'n'Roll beizubringen und sie für seine Vorbilder wie AC/DC, Led Zeppelin und Motorhead zu begeistern. Rock'n'Roll ist Leidenschaft pur – darüber sind sich am Ende alle einig.

In der Tiefe der Herzen der Rock-Musik ergebe

Linklater hat mit "Slacker" und "Dazed and Confused" bereits gezeigt, wie man Filme macht, die vom Rock'n'Roll maßgeblich beeinflusst sind. Mit Jack Black holte er sich nicht nur einen wahrhaftigen Leadsänger einer Rock-Folk-Comedy-Band vor die Kamera. Seine Rolle als sarkastischer Plattenverkäufer in der Komödie "High- Fidelity" brachte Black zudem 2001 eine Nominierung für den American Comedy Award ein – beste Voraussetzungen, um einen blödelnden Aushilfslehrer und Rock-Chaoten zu spielen. Ihm stehen eine nur scheinbar strenge Schuldirektorin, gespielt von Joan Cusack ("Die Waffen der Frauen", "Men don't leave") und Mike White ("Chuck Buck") als verschüchterter Mitbewohner Ned gegenüber, die beide in der Tiefe ihres Herzens ebenso wie Finn der Rock-Musik ergeben sind.

Casting versammelte musikalische Kids

Gleiches gilt für die Schulkinder: Die Produzenten füllten den Klassenraum nach fünf Monate währenden Castings ausschließlich mit Kindern, die musikalisch einiges drauf haben: etwa der 12 Jahre alte Joey Gaydos Jr., im Film als Lead-Gitarrist Jack. Er hat bereits eine eigene Band. Und Kevin Clark (14), der den rebellischen Freddy spielt, saß schon im Alter von drei Jahren am Schlagzeug. Es ist ein langer Weg nach oben, wenn du wirklich rocken willst, stellt Finn fest – aber mit seiner "School of Rock" im Rücken schafft Black am Ende sogar den Stagedive, getragen von der Menge.

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