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    Kritik: Derbe Späße um ein Beuteltier

    Was passiert, wenn zwei dümmliche New Yorker Freunde von einem Mafioso als Geldboten in das australische Outback geschickt werden? Sie kollidieren mit einem Känguru, verlieren das Geld und sind völlig aufgeschmissen.

    Mit "Kangaroo Jack" hat Ex-Werbefilmer David McNally nach den simplen Strickmustern des "Buddy Movie" eine quirlige Actionkomödie mit einem digitalisierten Beuteltier inszeniert, die nach holprigem Start Kids wie Omis zum Lachen bringen dürfte.

    Es riecht ein bisschen nach "Crocodile Dundee"

    Seit der schwarze Kleinkriminelle Louis dem weißen New Yorker Friseur Charlie vor zwanzig Jahren am Strand das Leben gerettet hat, sind die beiden unzertrennlich. Als sie mit einem gestohlenen Lastwagen die Polizei ausgerechnet zum Warenlager von Unterweltboss und Hehler Sal führen, der auch noch Charlies Stiefvater ist, schickt dieser die Unglücksraben nach Australien. Dort sollen sie 50.000 Dollar bei einem Geschäftspartner in einem Wüstennest abliefern. Unterwegs verliert Louis durch eine Schnapsidee seine rote "Glücksweste" mit dem Geld an ein putziges Känguru. Nun müssen sich die beiden abstrampeln, um das flüchtige Beuteltier wiederzufinden. Dabei helfen ihnen ein betrunkener Buschpilot und eine hinreißende Zoologin.

    Produziert wurde das Känguru-Spektakel von Erfolgsproduzent Jerry Bruckheimer, der mit Kassenknüllern von "Top Gun" über "Armageddon" und "American Gigolo" bis "Pearl Harbor" schon des öfteren eine Nase für populäre Kinostoffe bewiesen hat. Nachdem Regisseur David McNally im Auftrag Bruckheimers als Spielfilmdebüt bereits die flotte Bar-Komödie "Coyote Ugly" realisiert hat, durfte er nun drei Monate lang auf dem fünften Kontinent derbe Späße inszenieren.

    Harmloser Filmklamauk für alle Altersstufen

    So manche Anregung holte er sich bei den Komödienhits um den australischen Naturburschen "Crocodile Dundee", den es in den 80er Jahren zwei Mal nach New York verschlug. "Mit den beiden City-Boys in der Wüste stellen wir Crocodile Dundee praktisch auf den Kopf", sagt McNally. Zwischen Verfolgungsjagden mit Autos und Kamelen absolvieren die Hauptdarsteller Jerry O'Connell und Anthony Anderson jede Menge Slapstick-Nummern, während die laszive Ex-Synchronschwimmerin Estella Warren ihr charmantes Lächeln und erotische Kurven ins Bild halten darf.

    Dem Trio stiehlt jedoch ein cleveres Känguru die Schau, das dank exzellenter digitaler Animation ausgezeichnet boxen und Grimassen schneiden kann. "Kangaroo Jack": ein harmloser Filmklamauk für alle Altersstufen.

    Reinhard Kleber, ddp

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