40.000
Aus unserem Archiv

Kritik: Der Sound des Lebens

b's um Männerpensionen oder Superweiber geht – der deutsche Film verdankt seinen Boom dem Zwerchfellkitzel. "Das Publikum liebt Komödien", weiß auch Caroline Link. Doch beirren ließ sich die Regisseurin dadurch nicht. Ihr Ki-nodebüt "Jenseits der Stille" ist zum Lachen und zum Heulen. Ein Film über das Erwachsenwerden, über die Faszination der Musik und über eine fremde, stille Welt – die der Gehörlosen.

Lara (Tatjana Trieb) ist in dieser Welt aufgewachsen, als Kind tauber Eltern. Da die Achtjährige nicht nur ein flottes Mundwerk hat, sondern auch perfekt die Gebärdensprache beherrscht, spielt sie Dolmetscherin für ihre Eltern, übersetzt aber oft sehr frei, etwa wenn's um ihre Schulleistungen geht. Als Lara beginnt, Klarinette zu spielen, weckt sie böse Geister der Vergangenheit: Ihr Vater Martin (Howie Seago) haßt Musik, denn sie erinnert ihn an sein Elternhaus, in dem er das schwarze Schaf und seine Schwester Clarissa die Klarinette spielende Primadonna war. Ausgerechnet Clarissa (Sibylle Canonica) wird jetzt zu Laras Idol. Zehn Jahre später zieht die volljährige Lara (Sylvie Testud) von zu Hause aus und geht nach Berlin, um Musik zu studieren. Sie wohnt bei Clarissa, die sich als Psychowrack entpuppt, erlebt ihre erste große Liebe und steht nach tragischen und versöhnlichen Ereignissen am Ende einer veränderten Familie gegenüber...

Diese Story mit Humor und ohne falsches Mitleid zu erzählen ist ein Kunststück. Caroline Link und ihren Klasse-Akteuren ist es gelungen.

Copyright: TV TODAY, 1996

Anzeige
epaper-startseite
Anzeige
News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach
Das Wetter in der Region
Montag

5°C - 17°C
Dienstag

4°C - 16°C
Mittwoch

7°C - 19°C
Donnerstag

9°C - 22°C

Das Wetter wird Ihnen präsentiert von:

UMFRAGE
Was halten Sie von Maaßens Beförderung zum Staatssekretär im Innenministerium?

Hans-Georg Maaßen ist nach seinen umstrittenen Äußerungen zu ausländerfeindlichen Angriffen in Chemnitz seinen Posten als Verfassungsschutzpräsident los. Allerdings ist er nun zum Staatssekretär im Innenministerium befördert worden. Was halten Sie davon?

Ihre Fragen, Hinweise oder Kritik

Onliner vom Dienst
Maximilian Eckhardt
0261/892743
Kontakt per Mail
Fragen zum Abo: 0261/98362000

Anzeige
Wirtschaft im nördlichen Rheinland-Pfalz
Event-Kalender
Veranstaltungstipps

Sie haben einen Veranstaltungstipp für uns? Hier geht's zum Formular!