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Kritik: Blutiges Remake eines Horrorklassikers

Dass sich die Mitnahme von Anhaltern als schlimmer Fehler erweisen kann, ist bekannt. «The Hitcher» greift dieses hinlänglich aus Horrorfilmen bekannte Motiv auf und verarbeitet es zu einer typischen Geschichte um ein Collegepärchen, das vor einem psychopathischen Tramper zu fliehen versucht.

Regisseur Dave Meyers, der Musikvideos für Janet Jackson, Pink oder Aerosmith gedreht hat, nimmt sich in seinem Spielfilmdebüt den Stoff von «Hitcher – Der Highwaykiller» (1986) vor und macht daraus ein Psycho-Horror-Remake vergleichbar mit «Texas Chainsaw Massacre» oder »Jeepers Creepers».

Die Protagonisten sind ein junges hübsches Paar, das versucht, alles richtig zu machen und dennoch immer wieder in den Fängen des Psychopathen landet. Dumme Zufälle und typische Fehler häufen sich. Grace (Sophia Bush) und Jim (Zachary Knighton) sind vor allem eins: ziemlich verliebt. Und so machen sich die beiden in den Ferien auf den Weg zum Lake Havasu, um dort mit Freunden die Nächte zum Tage zu machen.

Doch schon in New Mexico wird die fröhliche Fahrt der beiden zum Albtraum: Es beginnt in Strömen zu regnen und plötzlich taucht ein Mann in langem Mantel mitten auf der Straße auf. Jim sieht die dunkle Figur im letzten Moment und kann gerade noch ausweichen, doch Grace will nicht anhalten. Schweren Herzens beschließt Jim dem Wunsch seiner Freundin zu entsprechen und die Reise unvermittelt fortzusetzen, aber schon an der nächsten Tankstelle kommt es zu einem Wiedersehen mit dem Unbekannten (Sean Bean).

Er stellt sich als John Ryder vor und will von dem Pärchen bis ins nächste Hotel mitgenommen werden. Jim beschließt Ryders Wunsch zu entsprechen – das Schicksal der beiden jungen Studenten ist besiegelt. Schon nach kurzer Zeit beginnt Ryder aufdringlich zu werden und zieht sein Messer. In letzter Minute können Jim und Grace den Verrückten aus dem Auto werfen, doch das ist erst der Anfang.

«The Hitcher» lässt nur wenige Klischees des Genres Psycho-Horror aus. Aber die Leinwandneulinge Sophia Bush und Zachary Knighton machen ihre Sache gut, obwohl ihnen «Herr der Ringe»-Schauspieler Sean Bean in der Rolle des John Ryder eindeutig die Show stiehlt: Er stellt den psychopathischen Massenmörder furchtbar realistisch dar.

«Ich bin nie per Anhalter gefahren und habe auch nie jemanden mitgenommen – und das werde ich nach diesem Film erst recht nicht mehr tun», sagte Bean nach Ende der Dreharbeiten. Und das ist nach dem Gang ins Kino nur allzu verständlich.

Maren Beneke, dpa

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