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Kritik: Blutige Horror-Action im "Titanic"-Ambiente

Die "Argonautica", das größte Luxusschiff aller Zeiten, gerät auf der Jungfernfahrt im Südchinesischen Meer in einen heftigen Sturm. Die Fluten schwemmen ein nie gesehenes Ungeheuer nach oben, das in das Schiff eindringt und mit seinen riesigen Tentakeln in den Gängen nach Passagieren fischt. Nach 105 Minuten blankem Entsetzen wird es nur noch drei Überlebende geben. Der an Spezialeffekten reiche Horrorfilm "Octalus – Der Tod aus der Tiefe" kommt am 28. Mai in die deutschen Kinos.

Die der "Titanic" nachempfundene "Argonautica" soll im Auftrag ihres Eigners, der einen Versicherungsbetrug begehen will, von Söldnern geentert werden. Der ahnungslose John Finnegan, gespielt von Treat Williams, übernimmt die Aufgabe, die Söldner auf seinem kleinen Schmuggler-Schiff zum Luxusliner bringen. Dort sind die Räume bereits verwüstet und menschenleer. Nur noch Eigner, Kapitän und die von Famke Janssen verkörperte Gaunerin Trillian St. James sind am Leben. Nun beginnt ihr gemeinsamer Kampf gegen das Ungeheuer.

Regisseur und Drehbuchautor Stephen Sommers wollte den computeranimierten Riesenkraken nach eigenen Angaben möglichst lebensecht wirken lassen. Die Zeichner der Miniatur-Modelle beobachteten Meerestiere in durchsichtigen Wassertanks, um authentische Bewegungsabläufe darzustellen. Die Töne des Monsters sind metallisch, dann wieder ein Gemisch aus Aufnahmen von Schweinen, Kapuzineräffchen und Möwen, sowie eines Mannes ohne Kehlkopf und eines Gospelsängers. Für weitere Actionszenen wurden über 300 Stuntleute engagiert.

"Wir haben alle Arten von Tricks miteinander kombiniert und am Computer nochmals bearbeitet. Erst durch diese verschiedenen Schichten gewinnen die Action- und Effektszenen in 'Octalus' ihr gewisses Etwas", sagt der Regisseur.

Hinzu kommen Szenen von entsetzlicher Brutalität. So wird einem Mann der Schädel in Nahaufnahme gespalten, ein anderer hat eine Wunde mit einem offen sichtbaren Knochen. Die Darsteller müssen durch eine Halle mit Hunderten von blutroten, halb skelettierten Leichen gehen. Der Tritt auf die Kadaver erzeugt schmatzende Geräusche.

"'Octalus' ist ein tolles Popcorn-Movie. Eines, bei dem man manchmal am liebsten wegschauen möchte – es aber einfach nicht kann!", meint Sommers. Vor dem Schrecken gibt es für die Zuschauer schon deswegen kein Entrinnen, weil sie in rasanten Kamerazooms hineingezogen werden. Der Ton schwillt auf maximale Lautstärke an, das Blut spritzt. Aber keine Angst: Das Monster ist scharf auf Schauspielerfleisch, nicht auf Popcorn.

Bianka Piringer, AP

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