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Dean-R

Kritik: Auf Teufel komm raus!

Himmel und Hölle im Cyberspace-Look: Alicia Silverstone und Jeff Goldblum haben's in der -Koontz-Verfilmung mit einem Ritualmörder zu tun

a gibt's wieder mal eine richtig nette Familie: Papa Hatch (Jeff Goldblum), Mama Lindsey (Christine Lahti) und Tochter Regina. Doch ihre Welt ist nur scheinbar heil: Die jüngste Tochter Samantha starb bei einem Unfall. Papa Hatch leidet am meisten. Und dann muß das gebeutelte Familienoberhaupt auch noch selbst einen Verkehrsunfall haben. Er ist klinisch tot, wird aber dank der wundersamen Behandlung von Dr. Nyebern (Alfred Molina) ins Leben zurückgeholt. Seither hat der Mann Visionen und beste Kontakte zur Himmelsbotin Samantha. Wie gefährlich eine Reanimation sein kann, bewies uns schon Stephen Kings Kultklassiker "Friedhof der Kuscheltiere". Die Romanvorlage für "Das Versteckspiel" allerdings stammt von Dean R. Koontz, Erfolgsgarant für Billighorror. Seine Kennzeichen sind strikte Polarisierungen: hier himmlische Vollkommenheit, da höllische Triebe. Letztere verkörpert ein junger Typ namens Vassago (Jeremy Sisto), Satansanbeter und emsig damit befaßt, der Hölle ein Denkmal zu errichten. Verarbeitet wird der Abfall der Gesellschaft – Leichen inklusive. Die beschafft er sich bevorzugt durch Ritualmorde an jungen Frauen. Vassago weilte auch schon mal unter den Toten, und auch er wurde von Dr. Nyebern reanimiert. So verwundert es nicht, daß Hatch und Vassago paranormal miteinander verbandelt sind und sich schließlich ein erbittertes Duell um eine jungfräuliche Unschuld liefern: um die stets gelangweilte Regina. Gelangweilt hat sich sichtlich auch die leblos agierende Alicia Silverstone, die nichts anderes zu tun hat, als zu schmollen oder cool zur Musik zu wippen. Das esoterisch angehauchte Spektakel inszenierte der Virtual-reality-erfahrene Regisseur Brett Leonard. War sein "Rasenmäher-Mann" eine visuelle Achterbahnfahrt, kommen im "Versteckspiel" lediglich Himmel und Hölle trendy im Cyberspace-Look daher. Das funktioniert eine Weile als netter optischer Aufheller für einen schwachen, doch routiniert inszenierten Plot. Nur beim Showdown stehen einem schließlich die Haare zu Berge – und das ganz gewiß nicht aus Furcht vor dem Cyber-Fegefeuer.

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