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    Kritik: Artige Affen-Abenteuer im Dschungel

    Der Affenjunge Kwom gerät im Dschungel unversehens in eine fremde Welt und muss 78 Minuten lang jede Menge Abenteuer Die hübsche Märchenfabel besticht durch eine abwechslungsreiche Handlung mit klaren Konfliktlinien und überschaubaren Spannungsbögen, die auch kleine Zuschauer nicht überfordern.

    Mit "Kwom und der König der Affen" beweist eine europäische Produzentengruppe um den Franzosen Jean-Francois Laguionie, dass nicht nur Disney unterhaltsame Tiertrickfilme im bunten Dschungelambiente drehen kann.

    Bonbonfarbene Geschichte um Vorurteile und Feindbilder

    Nach einer großen Überflutung am Rande des Dschungels hat sich ein friedliches Affenvolk in zwei Gruppen aufgeteilt: Die Woonkos zogen in riesige Urwaldbäume, während sich die Laankos am Boden zwischen Felsmassen einrichteten. Mit den Jahren wurden sich die beiden Stämme immer fremder, bis sie sich beinahe als Feinde ansahen. Auch der mutige Affenjunge Kwom, der oben in den Bäumen lebt, weiß kaum noch etwas über die Welt des anderen Affenstammes.

    Als er bei einem übermütigen Sprung abstürzt, landet er in einer ihm fremden Welt. Auf seiner abenteuerreichen Entdeckungsreise kommt er zum mythenumrankten Schloss der Affen, wo der Herrscher der Laankos residiert und sich als Erfinder betätigt. Dort verliebt sich Kwom in Gina, die hübsche Zofe einer kranken Prinzessin, und gerät in eine Intrige des Kanzlers, der den König stürzen will.

    Erzählt wird ohne erhobenen Zeigefinger

    Ohne erhobenen Zeigefinger werden in dem bonbonbunten Animationsfilm die Feindbilder und Vorurteile vorgeführt, die in der Tiergesellschaft von Generation zu Generation weiter gegeben werden, wie vor allem ein sturer alter Affenlehrer demonstriert. Dagegen bleibt es der spielerischen Neugier des aufmüpfigen Kwom vorbehalten, diese Stereotypen auf seiner unfreiwilligen Expedition zu hinterfragen und aufzubrechen.

    Einige Figuren tauchen später nicht mehr auf

    Dass während der Erzählung einige Motive wie der zurückhaltende Bruder Kwoms oder ein gefährlicher Tiger spurlos verschwinden, lässt sich dank der Erzählfreude der Drehbuchautoren verschmerzen. In der hierarchisch geordneten Höflingsgesellschaft fällt der koboldartige Assistent des Kanzlers auf, der Assoziationen an den Glöckner von Notre Dame weckt. Auch wenn die wundersame Rettung des Affenstaates etwas abrupt kommt, so bietet das solide animierte Märchen doch harmlose Unterhaltung für alle Altersklassen.

    Reinhard Kleber, ddp

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