Kritik: Ang Lees gelungene Romanverfilmung „Der Eissturm“

Frankfurt/M (AP) Am Ende des Kinojahres 1997 kommt noch ein großartiges Werk auf die deutschen Leinwände: Ang Lees Romanverfilmung „Der Eissturm“ führt in unerbittlich genauen Bildern zurück in das Mittelklasse-Amerika Anfang der siebziger Jahre, als Vietnam-Krieg und Watergate-Desaster eine siegesgewohnte Nation verunsicherten und auch Eheleute der Mittelschicht sich im organisierten Partnertausch erprobten. Lee zeigt ohne Moralisieren eine Welt im Umbruch, Traditionen und Sitten in Auflösung. Wie er das macht, beweist erneut die Meisterschaft des Regisseurs von „Sinn und Sinnlichkeit“ und „Das Hochzeitsbankett“.

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