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Frankfurt/Main

Kreise: Balakow neuer Trainer bei Kaiserslautern

dpa

Krassimir Balakow soll den krisengebeutelten 1. FC Kaiserslautern vor dem Abstieg aus der Fußball-Bundesliga retten.

Neue Aufgabe
Krassimir Balakow ist der neue Trainer des 1. FC Kaiserslautern.
Foto: Sigi Tischler – DPA

Der ehemalige bulgarische Mittelfeldstar, der noch als Chefcoach bei Hajduk Split unter Vertrag steht, wird nach dpa-Informationen beim Tabellenschlusslicht Nachfolger des am Dienstag entlassenen Trainers Marco Kurz. Der FCK hat für diesen Donnerstag eine Pressekonferenz mit dem neuen Trainer angesetzt.

Nach Informationen der «Bild»-Zeitung kann Balakow für eine festgeschriebene Ablöse unter einer Million Euro aus seinem bis 2013 laufenden Vertrag in Kroatien ausscheiden. Split wollte den Abgang seines Trainers nicht bestätigen, Balakow saß beim 3:0-Sieg des kroatischen Erstligisten gegen Rijeka noch auf der Bank. «Ob ich nach Kaiserslautern gehe? In Deutschland würde man sagen: Kein Kommentar», meinte Balakow, der nach dem Spiel in die Kurve der Hajduk-Fans ging, ihnen zuwinkte und später nur meinte: «Das können Sie interpretieren, wie Sie wollen.»

Der FCK hielt sich den ganzen Tag bedeckt. «Wir werden Namen weder bestätigen noch dementieren», sagte FCK-Pressesprecher Christian Gruber. Nach der Beurlaubung von Kurz werden die seit 16 Spielen sieglosen Lauterer derzeit von Co-Trainer Oliver Schäfer und Torwart-Trainer Gerry Ehrmann betreut.

Die «Roten Teufel» haben am Samstag ein «Endspiel» (Kapitän Christian Tiffert) beim SC Freiburg, der bereits fünf Punkte vor den Pfälzern auf dem Relegationsplatz steht. Für Vorstandschef Stefan Kuntz ist der Trainerwechsel die «letzte Patrone» im Existenzkampf des viermaligen deutschen Meisters, dem der dritte Abstieg nach 1996 und 2006 droht.

Balakow, der zwischen 1995 und 2003 236 Erstliga-Spiele für den VfB Stuttgart bestritt und dort zwei Jahre lang als Co-Trainer arbeitete, war zuletzt auch bei Hertha BSC als Nachfolger von Michael Skibbe im Gespräch. Der 92-fache Nationalspieler strebt zurück in die Bundesliga. Als Coach in der Schweiz (Grasshopper Zürich und FC St. Gallen) und in seiner Heimat beim FC Burgas hatte er keine durchschlagenden Erfolge.

In Split ist der frühere Mittelfeldstar offenbar nicht mehr unumstritten. Die Zeitung «Vecernji List» schreibt in ihrer Internetausgabe: «Die Fans lieben ihn, aber wenn man berücksichtigt, wie viel Hajduk ihm bezahlt, stehen seine Aktien nicht so gut.» Split liegt in der ersten kroatischen Liga als Tabellenzweiter deutlich hinter Titelverteidiger Dinamo Zagreb.

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