Archivierter Artikel vom 02.02.2011, 11:22 Uhr

Krebs macht den Deutschen am meisten Angst

Hamburg (dpa/tmn). Krebs ist die Krankheit, vor der sich die Deutschen besonders fürchten. Das hat eine repräsentative Umfrage im Auftrag der Krankenkasse DAK ergeben. Demnach haben 73 Prozent am meisten Angst davor, Krebs zu bekommen.

Fast gleich auf liegen der DAK-Umfrage zufolge Unfälle mit schweren Verletzungen (53 Prozent) und Schlaganfälle (52), dicht dahinter folgt eine Demenzerkrankung wie Alzheimer (50). Immerhin noch 45 Prozent erreicht die Angst vor einem Herzinfarkt. Vor einer schweren Lungenerkrankung fürchten sich dagegen nur 26 Prozent, noch weniger vor Diabetes (20) und vor einer Geschlechtserkrankung (14).

Trotz der großen Furcht vor Krebs nehmen nur 60 Prozent der Befragten Krebs-Früherkennungsuntersuchungen wahr. 44 Prozent nutzen Gesundheitschecks gegen Herzkreislauf-Erkrankungen. Frauen gehen insgesamt etwas häufiger zu solchen Untersuchungen als Männer, Ältere mehr als Jüngere. Wichtiger ist den meisten Bewegung: 80 Prozent treiben Sport, um Krankheiten vorzubeugen.

Ähnlich viele trinken aus diesem Grund nur wenig Alkohol (78) und achten auf eine gesunde Ernährung (77). Mehr als zwei Drittel rauchen deshalb nicht. Nach Angaben der DAK gelten als vermeidbare Krebsrisiken Rauchen, erhöhter Alkoholkonsum, hohes Übergewicht und zu hohe Sonnenbelastung. Für die Studie befragte das Meinungsforschungsinstitut Forsa 3015 Menschen ab 14 Jahren im Oktober 2010.

Daten der Umfrage