Finthen

Kraftakt Lebensfreude: Sponsoren für Straßenfastnacht gesucht

Der Finther Zug der Lebensfreude hat im Laufe der Jahre eine Dimension erreicht, die eine professionelle Organisation nötig macht.
Der Finther Zug der Lebensfreude hat im Laufe der Jahre eine Dimension erreicht, die eine professionelle Organisation nötig macht. Foto: Julia Rau/Archiv

Mehr als 16.000 Euro hat der Finther Zug der Lebensfreude in diesem Jahr gekostet. Das ist für den Finther Carneval-Verein (FCV) als Ausrichter des Zuges kaum noch zu stemmen.

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Deshalb nutzt Albert Becker, Namensgeber und Gründer des nach dem Rosenmontagszug größten Fastnachtsumzugs weit und breit den MRZ-Orts-Check in Finthen, um mit Nachdruck darauf hinzuweisen und zu appellieren den Umzug zu unterstützen. Er locke immerhin alljährlich 50.000 bis 60.000 Menschen in den westlichsten Mainzer Stadtteil und ist weit über die Mainzer Stadtgrenzen hinaus bekannt.

2014 werde er zum 60. Mal aufgestellt, und dieses Jubiläum will der – ursprünglich übrigens aus Gonsenheim stammende – Urvater des Umzuges noch erleben.

Bereits der 58. Zug der Lebensfreude in diesem Jahr geriet für die Organisatoren zum Kraftakt (wir berichteten). Die Sicherheitsauflagen für Flucht- und Rettungswege in den engen Finther Gassen waren immer strenger geworden, was nicht nur mit einem gewaltigen Organisationsaufwand, sondern auch mit stetig steigenden Kosten verbunden ist: Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienste, TÜV-Abnahmen von Fahrzeugen und Wagen, Ordnungsamt, Ordnungsdienste, Security, Absperrungen, Verkehrsleitung.

Organisation startet nach der Sommerpause

Becker: „Und das wurde all die Jahrzehnt über von Ehrenamtlichen gemacht. Und das ist zunehmend nicht mehr leistbar.“ Der Zug habe im Laufe der Jahre eine Dimension erreicht, dass die Organisation eigentlich in professionelle Hände gehöre. „Aber das kostet natürlich auch wieder“, sagt Becker stirnrunzelnd.

Mit Blick auf den 59. Zug der Lebensfreude am 10. Februar 2013 appelliert er deshalb schon im Frühsommer, den Umzug zu unterstützen und ihn zu sponsern. „Je früher, desto besser.“ Schließlich laufe spätestens nach der Sommerpause schon wieder die Organisation an. Und die kommende Kampagne ist eine der kürzesten überhaupt: Aschermittwoch ist 2013 schon der 13. Februar.

Der Zug-Vater appelliert aber ebenso, beim Zug mitzufahren oder zu -laufen. „Es wäre schön, wenn neben der Peter-Härtling-Grundschule wieder mehr Vereine, Jahrgänge oder Stammtisch-Gesellschaften dabei wären.“ Immerhin gibt es 41 Vereine in Finthen. Ebenso appelliert er an die Finther Gastronomie, sich wieder verstärkt im und um den Zug zu engagieren.

Jochen Dietz