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    Oberstdorf

    Kombinierer starten Olympia-Countdown

    Eric Frenzel will im tief verschneiten Oberstdorf die Gold-Spur für Sotschi legen, Björn Kircheisen durch die Hintertür doch noch einen Startplatz ergattern.

    Favorit
    Topfavorit auf den Olympiasieg ist Eric Frenzel.
    Foto: Sven Hoppe - DPA

    Mit einem viertägigen Trainingslager läuten die deutschen Nordischen Kombinierer im Allgäu den Countdown für die Medaillen-Mission bei den Olympischen Winterspielen ein. «Wichtig ist, dass wir die letzten Tage nutzen, an uns zu arbeiten und uns zu verbessern. Damit jeder weiß, ich habe noch etwas zulegen können», sagte Bundestrainer Hermann Weinbuch.

    Anders als die Norweger, die zuletzt in St. Moritz in der Loipe unterwegs waren, legt Weinbuch den Schwerpunkt auf das Springen. «Für uns ist es wichtig, dass die Schanze in Oberstdorf die gleiche Anlaufspur hat wie die in Sotschi. Wir wollen in den vier Tagen die Sprungtechnik vorantreiben. Es sind noch ein paar Fehler vorhanden. Da müssen wir uns verbessern. Wir werden ganz konzentriert arbeiten, um in Sotschi noch stärker an den Start gehen zu können», sagte Weinbuch.

    Gold-Favorit Eric Frenzel strotz nach sieben Weltcuperfolgen in diesem Winter zwar vor Selbstbewusstsein, sieht aber durchaus noch Luft nach oben. «Ich muss am Telemark arbeiten, vor allem im höheren Weitenbereich», sagte der 25-Jährige.

    Der souveräne Weltcup-Spitzenreiter ist natürlich für die drei Entscheidungen gesetzt - genauso wie Tino Edelmann, Johannes Rydzek und Fabian Rießle. «Das ist die erste Besetzung für Olympia. Das haben sich die Jungs erarbeitet», stellte Weinbuch klar. «Natürlich muss man vor Ort sehen, wie es jedem Einzelnen geht, ob er gesund ist. Ich gehe davon aus, dass die Vier so gefestigt sind, dass sie den ersten Wettkampf bestreiten werden. Dann haben wir ein paar Tage Zeit, aber sie sind die Stärksten.»

    Ersatzmann Björn Kircheisen will sich mit der ihm bisher zugedachten Zuschauerrolle aber nicht kampflos abfinden. «Ich habe nichts zu verlieren und kann die anderen ärgern. Ich kann keine Ansprüche stellen, aber mein Bestmögliches im Training geben. Ich gehe das jetzt locker an», sagte der 29 Jahre alte Routinier.

    Mit seinem starken Auftritt und Rang sieben bei der Olympia-Generalprobe am vergangenen Sonntag in Oberstdorf sammelte der Sachse durchaus Argumente, die Weinbuch zum Umdenken animieren könnten. Vor allem im Mannschaftswettbewerb, in dem Deutschland seit Calgary 1988 bei Großereignissen vergeblich einem Triumph hinterherjagt, könnte der laufstarke Kircheisen eine Option sein.

    So weit will Weinbuch jedoch noch nicht denken. Am 8. Februar reist er mit seinen Schützlingen nach Sotschi, wo es vier Tage später im Einzelwettbewerb mit dem Springen auf der Normalschanze erstmals um Edelmetall geht. «Die letzten Ergebnisse sollten so viel Selbstvertrauen geben, dass die Jungs entschlossen sind und wissen, dass sie etwas drauf haben», sagte der Bundestrainer und verriet sein olympisches Medaillen-Rezept: «Wenn wir es schaffen, mit Selbstüberzeugung dorthinzugehen, dann werden sie auch Spaß haben. Und dann kommt auch der Erfolg.»

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