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    König Felipe: Katalonien gefährdet Spaniens Stabilität

    Nach den lautstarken katalanischen Separatisten melden sich nun die Kritiker der geplanten Abspaltung von Spanien zu Wort. Ihnen stellt sich nun das Staatsoberhaupt zur Seite: König Felipe VI. wirft ihnen vor, die Stabilität Kataloniens und ganz Spaniens aufs Spiel zu setzen.

    Rede an die Nation
    Spaniens König Felipe VI. schaltet sich in einer TV-Ansprache an die Nation in den Konflikt um die Unabhängigkeitsbestrebungen in Katalonien ein.
    Foto: Casa Real/Europa Press - dpa

    Madrid (dpa). Mit scharfer Kritik an der Regionalregierung in Katalonien hat sich der spanische König Felipe VI. erstmals in den Konflikt um die Unabhängigkeitsbestrebungen in der Region eingeschaltet.

    Menschenmassen
    Menschenmassen in Barcelona: Nach dem umstrittenen Referendum in Katalonien bereitet sich die Regionalregierung auf die Abspaltung von Spanien vor.
    Foto: Francisco Seco - dpa

    Mit ihrem Vorhaben, in den nächsten Tagen die Abspaltung von Spanien auszurufen, setze die Regierung in Barcelona „die wirtschaftliche und soziale Stabilität“ Kataloniens und ganz Spaniens aufs Spiel, sagte der Monarch am späten Dienstagabend in einer TV-Ansprache an die Nation.

    Protest in Katalonien
    Befürworter der katalanischen Unabhängigkeit demonstrieren in Barcelona mit einer riesigen «Estelada»-Fahne, die als Symbol Kataloniens dient.
    Foto: Nicolas Carvalho Ochoa - dpa

    Die Regionalregierung von Carles Puigdemont könnte nach dem Sieg des „Ja“-Lagers bei einem umstrittenen Referendum am Sonntag schon in den nächsten Tagen die Loslösung von Spanien ausrufen. Barcelona hatte das Referendum ungeachtet eines Verbots durch das Verfassungsgericht und auch gegen den Willen der Zentralregierung in Madrid abgehalten.

    Unterstützung
    Feuerwehrleute schließen sich in Barcelona während eines eintägigen Streiks den Demonstranten an.
    Foto: Manu Fernandez - dpa

    Die Regionalregierung bewege sich „außerhalb des Gesetzes“ und habe Katalonien mit ihren Aktionen entzweit, sagte Felipe. „Es sind schwierige Zeiten, aber wir werden sie überwinden und vorwärtskommen“, sagte das 49 Jahre alte Staatsoberhaupt. Allen Spaniern wolle er „eine Botschaft der Ruhe und der Hoffnung“ übermitteln. Ohne demokratischen Respekt gebe es kein friedliches Zusammenleben. Es liege in der „Verantwortung des Staates, die verfassungsmäßige Ordnung sicherzustellen.“

    Schlagstock-Einsatz
    Schlagstock-Einsatz: Polizisten in schwerer Ausrüstung versuchen in Barcelona, Menschen beim umstrittenen Unabhängigkeitsreferendum an der Stimmabgabe zu hindern.
    Foto: Manu Fernandez - dpa

    Nachdem es schon am Sonntag große Kundgebungen für Unabhängigkeit gegeben hatte, gingen am Dienstag erneut Hunderttausende Separatisten in ganz Katalonien auf die Straßen. Im Rahmen eines von Gewerkschaften und anderen Organisationen ausgerufenen Generalstreiks protestierten sie gegen den harten Einsatz der von Madrid entsandten Polizeieinheiten während des Referendums. Diese hatten den Auftrag, die Abhaltung der Abstimmung zu verhindern. Nach amtlichen Angaben wurden knapp 900 Bürger verletzt.

    Katalonien
    Am Tag des Referendums gab es gewalttätige Auseinandersetzungen zwischen der Guardia Civil und den Separatisten.
    Foto: Francisco Seco - dpa

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    Konfrontation
    Einheiten der Guardia Civil, der spanischen Nationalpolizei, gehen in Santa Julia de Ramis bei Girona gegen Menschen vor, die vor einem zum Wahllokal umfunktionierten Sportcenter warten.
    Foto: Francis - dpa

    Was ließ die Unabhängigkeitsbewegung so stark aufflammen?

    Konfrontation
    Spanische Polizisten und katalanische Demonstranten: Insgesamt wurden im Zusammenhang mit der Abstimmung etwa 900 Menschen verletzt.
    Foto: Manu Fernandez - dpa

    Nach dem Referendum: Wie geht es weiter?

    Nach dem Referendum
    Befürworter des katalanischen Unabhängigkeitsreferendums demonstrieren in Barcelona.
    Foto: Felipe Dana - dpa

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    Referendum in Katalonien
    Jubelnde Befürworter der Unabhängigkeit Kataloniens nach der Schließung der Wahllokale in Barcelona.
    Foto: Emilio Morenatt - dpa

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