Archivierter Artikel vom 07.08.2010, 15:14 Uhr

Koalitionsstreit um Schwerverbrecher verschärft

Berlin (dpa). In der Debatte um die nachträgliche Sicherungsverwahrung wird der Ton zwischen Union und FDP schärfer. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann kritisierte die Haltung der Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, entlassene Schwerstkriminelle dürften nachträglich nur freiwillig in Sicherungseinrichtungen untergebracht werden. Das könne nicht ernst gemeint sein. Die Ministerin setzt auf die elektronische Fußfessel für die Ex-Häftlinge. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hatte die nachträgliche Sicherungsverwahrung kritisiert.