Archivierter Artikel vom 05.08.2010, 13:20 Uhr
Erfurt

Kinder frühestens ab acht Jahren tauchen lassen

Kinder beginnen besser erst nach ihrem achten Geburtstag mit Geräte-Tauchen. Vorher ist ihre Herz-Lungen-Funktion unvollständig entwickelt und nimmt durch die enormen Druckschwankungen in tiefem Wasser womöglich Schaden.

Auch ihr Gehör kann auf Dauer beeinträchtigt werden, warnt Ellen Lundershausen vom Deutschen Berufsverband der Hals-Nasen-Ohrenärzte. Denn Kinder unter acht Jahren haben noch sehr kurze, flache Ohrtrompeten. Das führt zu Problemen beim notwendigen Druckausgleich beim Tauchen – im schlimmsten Fall kann das Trommelfell reißen.

Hinzu komme, dass kleinere Kinder aufgrund ihres unreifen Immunsystems besonders infektanfällig und die Ohrtrompeten dadurch ohnehin schon häufig verengt sind, erläutert die in Erfurt niedergelassene Ärztin. Das erschwere es zusätzlich, das Druckgleichgewicht wiederherzustellen. Grundsätzlich rät sie, vor Beginn eines Tauchkurses den Nasen-Rachen-Raum und das Gehör des Kindes überprüfen zu lassen. Außerdem müsse der Druckausgleich geübt werden sowie der Kurs und die Ausstattung dem Alter des Kindes angepasst sein.