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    KHL-Profi Schütz: «Tut weh, nicht dabei zu sein»

    Felix Schütz schaut sich Olympia vielleicht im Fernsehen an. Während einige KHL-Kollegen in Sotschi auflaufen, wird der Bayer fehlen – weil die deutsche Auswahl eine historische Quali-Pleite kassiert hatte.

    Eishockey-Profi
    Felix Schütz spielt in der russischen Profiliga KHL für einen Club in Wladiwostok.
    Foto: Fabian Stratenschulte – DPA

    Mit der Deutschen Presse-Agentur sprach der Stürmer über seine zwei Wochen fernab von Sotschi, seine ersten Monate bei Admiral Wladiwostok und seine Zukunft in Russland.

    Werden Sie als Zuschauer nach Sotschi fahren?

    Schütz:Ich bin das ganze Jahr über in Russland. Sotschi soll eine schöne Stadt sein, aber das muss dann doch nicht sein. Ich fahre mit der Freundin nach Österreich in die Berge, genieße die Zeit und werde mir das eine oder andere Spiel im Fernsehen anschauen. Es tut weh, dass wir nicht dabei sind.

    Wie waren ihre ersten Monate in Wladiwostok?

    Schütz:Die langen Flüge machen es schwer, in einen Rhythmus zu kommen. Aber es hört sich oft härter an, als es wirklich ist. Man kann mit den Jungs viel Spaß haben. Ganz ehrlich – ich hab's bisher nicht eine Sekunde bereut. Sicher auch deshalb, weil die Saison so super für mich läuft. Die Stadt ist schöner, als viele erwarten. Das Schlimmste ist der Zeitunterschied, man verliert bei Reisen einen Tag. Es macht Spaß, und ich hoffe, so geht es weiter.

    Sie wollen also bei Admiral in der KHL bleiben?

    Schütz:Darauf haben viele Einfluss, da zählt nicht nur die Leistung. Verhandlungen beginnen nach der WM. In Wladiwostok könnte ich vermutlich verlängern, aber vielleicht geht es näher an Deutschland heran – nach Moskau oder eine andere schöne russische Stadt. Alles ist möglich, ich bin offen – auch für Wladiwostok.

    Bei Olympia hätten Sie noch mehr für sich werben können, oder?

    Schütz:Ja, es hätte auch die Vertragsverhandlungen gepusht.

    Wie fällt Ihr bisheriges Fazit in der KHL aus?

    Schütz:Ich lerne etwas über Eishockey, fürs Leben und verdiene etwas. In ein paar Jahren werde ich mit über 30 zu Hause sitzen, mit Kindern, und sagen, das war eine tolle Erfahrung: neue Sprache, neue Freunde. Und für den Lebensunterhalt habe ich auch etwas getan.

    Abschließend nochmal Olympia: Holt Russland das erhoffte Gold?

    Schütz:Die Jungs haben Druck. Russland hat ein Topteam, auch für die KHL wäre die Goldmedaille gut. Deutschland ist nicht dabei, also drücke ich Russland die Daumen – obwohl ich auch Kanada sehr liebe. Es kommt auf die Stars an, sie müssen sich integrieren. Die Mischung muss stimmen, dann blühen alle auf. Die Kanadier halten zusammen und kämpfen für ihr Land, bei den Russen wird man das erst sehen.»

    ZUR PERSON:

    Felix Schütz (26) ist deutscher Eishockey-Nationalspieler. Der im bayerischen Erding aufgewachsene Stürmer erreichte mit der deutschen Nationalmannschaft 2010 unter anderem das Halbfinale der Heim-WM. Zu Saisonbeginn wechselte er von Köln zu Admiral Wladiwostok in die KHL.

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