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Weißenthurm

Kfz-Präsident: Jetzt muss schnell gehandelt werden

Für eine sachlichere Debatte in puncto Auswirkungen von Dieselfahrzeugen spricht sich Hans Werner Norren, Obermeister der Kfz-Innung Koblenz und Präsident des Kfz-Landesverbandes aus. Norren legt einen Vorschlag zur Nachrüstung von Autos vor.

Hans Werner Norren legt heute ein Konzept für Diesel-Umrüstung vor.
Hans Werner Norren legt heute ein Konzept für Diesel-Umrüstung vor.
Foto: Thomas Brost

Wie gesundheitsgefährdend ist der Diesel?

Jeden Tag wird irgendeine ,Diesel-Sau' durchs Dorf getrieben, das Umweltbundesamt will 6000 Tote jährlich gezählt haben. Dies ist absolut durch nichts bewiesen. Es wird eine Hysterie losgetreten, die auch den Kfz-Handel umtreibt.

Wie tief sind die Wiederverkaufspreise für Diesel abgestürzt?

Aufgrund der Diskussion sind die Euro-5-Fahrzeuge, die noch in hoher Anzahl auf dem Markt sind, nahezu unverkäuflich. Das bedeutet einen hohen Verlust in unseren Büchern und Bilanzen. Zurzeit heißt es, dass wir mindestens 15 Prozent der auf dem Hof stehenden Dieselautos abschreiben müssen. Ich fürchte, das wird für den Kfz-Handel nicht reichen. Für manchen Betrieb kann das existenzbedrohlich werden.

Was schlägt der Handel jetzt vor?

Wir müssen eine sachliche Diskussion führen, mit wirklichen Experten. Wichtig ist die Nachrüstlösung der Hardware, die kann bis zu 80 Prozent der Stickoxide eliminieren. Und die Politik muss den Rahmen vorgeben, zum Beispiel: Umgerüstete Euro-5-Diesel müssen Euro 6 gleichgestellt sein, damit sie in die Umweltzone fahren dürfen. Ganz klar ist: Natur und Umwelt brauchen eine saubere Luft. Wir können und wir wollen es, dass der Ausstoß von Schadstoffen minimiert wird. Wir brauchen aber keine neuen Plaketten. Die grüne Plakette muss signalisieren: Diese Autos sind sauber.

Wer soll die Zeche für die Umrüstung zahlen?

Jürgen Karpinski, der Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes, propagiert die Lösung, dass sich Hersteller und Staat die im Schnitt 2000 Euro teure Umrüstung teilen. Aber der Einzige, der vorsätzlich betrogen hat, war VW. Wir brauchen jetzt eine schnelle Lösung, die kann nur pragmatisch sein. Ich schlage vor, dass sich Handel, Hersteller, Staat und die Kunden mit jeweils 25 Prozent an den Kosten beteiligen. Diesen Vorschlag unterbreite ich am Dienstag in Mainz.

Wieso soll der Kunde blechen?

Er hat einen Vorteil dank Nachrüstung: Sein Auto steigt im Wert.

Mit Norren sprach Thomas Brost.

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