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    «Keine Spaßveranstaltung»: Wertvolles 1:1 für FC Nürnberg

    Nur ein Remis? Von wegen! Von Enttäuschung war beim 1. FC Nürnberg nach dem Unentschieden gegen den VfL Bochum kaum etwas zu spüren.

    Unentschieden
    Die Spieler vom 1. FC Nürnberg feiern den Treffer zum 1:1.
    Foto: Daniel Karmann - dpa

    Die Franken verpassten beim 1:1 (0:0) am Montagabend zwar den erstmaligen Sprung auf einen direkten Aufstiegsplatz. Im Kampf um die Rückkehr in die Fußball-Bundesliga könnte sich dieser eine Zähler auch aus moralischer Sicht aber noch als wertvoll erweisen. «Ich glaube, wir haben einen Punkt gewonnen. Ziel war es, Bochum auf Distanz zu halten», resümierte «Club»-Torschütze Patrick Erras.

    So ganz konnte die Mannschaft von Trainer René Weiler den Ausrutscher des SC Freiburg nach dem 1:2 gegen Fortuna Düsseldorf zwar nicht ausnutzen. 13 Spieltage vor Schluss haben die Franken aber nur noch einen Punkt Rückstand auf den Tabellenzweiten aus dem Breisgau.

    «Es war eine hartumkämpfte Partie», sagte Tim Leibold. «Im Endeffekt müssen wir mit dem Punkt zufrieden sein. Wir wollten nicht verlieren, es ist ein Punktgewinn für uns.»

    Erras erzielte nur neun Minuten nach dem Rückstand durch Marco Terrazzino (66. Minute) nach einem Eckball von Sebastian Kerk per Kopf den verdienten Ausgleich. Nur wenige Augenblicke später verpasste der Mittelfeldspieler aus elf Metern sogar den möglichen Siegtreffer. «Das ärgert mich», räumte der 21-Jährige ein.

    Ein Topspiel sahen die Zuschauer in der ersten Hälfte nicht. Beide Mannschaften neutralisierten sich förmlich. «Das war eine richtige Abnutzungsschlacht», analysierte Nürnbergs Hanno Behrens. Der Rückstand habe für den FCN dann wie eine Art «Weckruf» gewirkt.

    Nach dem Ausgleich war «das Momentum» auf der Seite seines Teams, sagte Weiler. «Wir haben zwei, drei wirklich gute Chancen liegen lassen.» So ein Duell gegen eine starke Mannschaft wie den VfL sei aber eben auch «keine Spaßveranstaltung».

    Nach sechs Siegen nacheinander mussten sich die Nürnberger also mit einem Punkt begnügen. Die Serie von nun elf ungeschlagenen Partien hat aber Bestand. Einige Bochumer haderten indes mit dem Remis. «Wir waren vorne brandgefährlich und hatten das Spiel unter Kontrolle», erklärte Terrazzino. Trotz der druckvollen Nürnberger Schlussphase «haben wir zwei Punkte verloren», fand er.

    Bochums Trainer Gertjan Verbeek konnte mit dem Auswärtspunkt gut leben. «Sie sind kopfballstark, physisch stark, stark in der Balleroberung», lobte der Niederländer sein früheres Team. «Ich glaube, beide Mannschaften bekommen, was sie verdienen.»

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