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    München

    Keine heiße Luft für Haare – Tipps fürs Föhnen

    Das Haar ist anspruchsvoll. Es will nicht gerubbelt, sondern sanft trocken gedrückt werden. Es will Luft und keine Hitze. Der Föhn sollte Abstand halten - mindestens sieben Zentimeter. Haarige Tipps für den richtigen Umgang mit dem Föhn.

    Schonendes Föhnen
    Nur Luft und keine Hitze - der Föhn sollte nicht zu nah ans Haar gehalten werden. (Bild: Remmers/dpa/tmn)

    Das Haar soll schön aussehen, gut liegen und gesund glänzen. Dafür ist es wichtig, die Frisur richtig zu trocknen. «Wenn das Haar zu heiß oder zu lange geföhnt wird, geht es auf Dauer kaputt», sagt Jeanette Mehringer, Leiterin des Schulungszentrums der Friseurinnung München. Die Hitze des Föhns könne die Haarstruktur aufrauen, das Haar würde stumpf und spröde.

    Die Haare sollten erst einmal ohne Föhn vorgetrocknet werden. Der Art-Direktor des Zentralverbandes des Deutschen Friseurhandwerks, Franz-Josef Küveler sagt: «Am besten das Haar nach dem Waschen mit einem Handtuch trocken drücken.» Nicht rubbeln, auch das schädigt die Struktur. Und danach heißt es: «Die ersten 80 Prozent des Föhnens kühl föhnen, also nur mit Luft, nicht mit Hitze arbeiten.»

    Auch die Hamburger Friseurin und Stylistin Marlies Möller sagt: «Föhnen Sie nicht, wenn das Haar noch klatschnass ist.» Ihre Faustregel: Erst vortrocknen, dann korrekt formen. Nach dem Handtuchtrocknen rät sie zum Überkopf-Föhnen. «Dabei wird das Haar gegen den Strich gebürstet und der Föhn pustet immer hin und her.» Erst wenn die Frisur schon recht trocken ist, darf die heiße Luft ans Haupt. «Für lang anhaltendes Volumen und seidigen Glanz wird Strähne für Strähne über eine Bürste gezogen und geföhnt.» Wer die Zeit hat, lässt die Bürste jeweils im Haar erkalten und zählt bis zehn, bis es zur nächsten Strähne geht. «So entstehen Glanz und Elastizität.»

    Küveler rät, beim Einsatz von Bürsten, den Föhn nie näher als sechs, sieben Zentimeter ans Haar heran zu lassen. Den Föhn direkt auf die Strähnen zu drücken, sei verboten. Ebenso schädlich: Die heiße Luft zu lange auf nur eine Stelle zu richten. Langes Haar sollte vor dem In-Form-Föhnen abgeteilt und von unten nach oben, also vom Unterkopf zum Oberkopf hin trocken geföhnt werden. So werden nur jeweils eine Strähne und nicht mehrere Partien immer wieder geföhnt, sagt Küveler. Direkt an der Kopfhaut müsse nach dem Vortrocknen meist gar nicht mehr mit Hitze gearbeitet werden. Stylistin Möller rät deshalb, erst in der Mitte der Haarsträhne mit der Bürste anzusetzen.

    Vielpfleger sollten ihre Haare vor der heißen Luft schützen. Mehringer empfiehlt Hitzesprays. «Sie sollten immer dann zum Einsatz kommen, wenn besonders heiß geföhnt oder mit einem Glätteisen gearbeitet wird.» Möller rät ebenfalls zum Gegenpflegen: «Vor dem Föhnen ein Pflegeprodukt, das im Haar bleiben kann, auf die Spitzen geben oder Schaum benutzen.» Beides schütze vor der heißen Luft.

    Beim Föhnen kommt es auf das richtige Gerät an: Er sollte zwei Hitze- und zwei Lüftungsstufen haben, raten die Experten. Stiftung Warentest hat Haartrockner getestet. Das Fazit: «Die verschiedenen Einstellungen haben eigentlich alle Geräte», sagt Test-Redakteurin Nicole Merbach. Überhaupt sei nicht die fehlende, sondern eher zu viel Technik ein Problem gewesen. «Die meisten Haartrockner arbeiten heute mit Ionentechnologie, die lohnt sich aber nur für dickes, krauses Haar», sagt Mehringer. Deshalb sollte man vor dem Kauf darauf achten, dass die Ionentechnologie auszuschalten ist.

    Ein Ionenföhn gibt negativ geladene Teilchen in den Luftstrom ab. Diese sollen gegen eine elektrostatische Ladung der Haare wirken, sich schützend um das feuchte Haar legen und Wassertropfen aufspalten. Dadurch versprechen die Geräte schnelleres Trocknen, mehr Volumen, Glanz und Weichheit. Fazit der Stiftung Warentest: «Im Test gab es keine größeren Unterschiede zwischen Haartrocknern mit und ohne Ionenfunktion.» Für Testerinnen mit glattem, feinem Haar war die Technik sogar eher schlecht. «Sie monierten, ihre Haare lägen nach dem Föhnen platt am Kopf an.»

    Ob mit oder ohne Ionenfunktion: Ein Föhn sollte vor dem Kauf in der Hand gehalten und ausprobiert werden. Denn schwere Geräte oder schwer zu bedienende Tasten nerven auf Dauer. «Bei einigen Tests hatten sich Haare im Motor verfangen», sagt Merbach. Die Ventilatoren der Geräte sollten deshalb gut geschützt sein, am besten mit einem ganz feinen Sieb. Zwischen 30 und 60 Euro muss man beim Föhn-Kauf einkalkulieren. Denn zu billig kann gefährlich werden: Ein günstiges Gerät ging bei der Stiftung Warentest in Flammen auf.

    Was passiert beim Föhnen mit der Haarstruktur?

    Haare sind lange Hornfäden. Sie erweichen, wenn sie nass sind und wenn sie durch die Hitze des Föhns aufgeheizt werden. Sie können dann beispielsweise mit Hilfe von Bürsten in Form geföhnt werden. Wenn das Haar trocknet und wieder abkühlt, bleiben die Hornfäden in der neuen Form. Deshalb sehen viele Frisuren nach dem Föhnen besser aus, als wenn sie luftgetrocknet würden. Hitze erweitert aber auch den äußeren Schuppenmantel der Haare. Dadurch kann Feuchtigkeit aus dem Haar entweichen, das Haar wirkt auf Dauer trocken und spröde.

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