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    Karlsruhe

    Kein Schmerzensgeld bei Falschberatung

    Ein Mandant hat wegen falscher Beratung seines Anwalts keinen Anspruch auf Schmerzensgeld. Das geht aus einem Urteil des Bundesgerichtshofs in Karlsruhe hervor, über das die Fachzeitschrift «BGH-Report» berichtet.

    Eine Ausnahme davon sei zum Beispiel nur der Fall, dass der Mandant wegen anwaltlicher Fehler in Haft genommen wird (Az.: IX ZR 88/08). In dem Fall hielt eine Frau ihrem Anwalt vor, sie in einer versicherungsrechtlichen Frage falsch beraten zu haben. Er habe fälschlich behauptet, ihre Versicherung müsse für einen Brandschaden nicht aufkommen. Dadurch habe sie nicht nur finanzielle Verluste erlitten.

    Die Sache habe sie auch nervlich sehr mitgenommen. Die Bundesrichter winkten ab: Der Auftrag eines Anwalts sei nicht auf die Förderung der Gesundheit des Mandanten gerichtet. Daher fehle auch bei einer Verletzung dieses Auftrags für Schmerzensgeldansprüche regelmäßig die rechtliche Grundlage.

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