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Neustadt

Kein Kindergeld während Arbeit im Studentenverband

dpa/tmn

Eine Tätigkeit in einem politischen Studentenverband zählt rechtlich nicht zur Ausbildung. Für diesen Zeitraum erlischt daher der Kindergeldanspruch.

Das geht aus einem Urteil des Finanzgerichts Rheinland-Pfalz in Neustadt hervor, über das die «Neue Juristische Wochenschrift» berichtet (Az.: 5 K 2456/08). In dem Fall war ein Jurastudent zwei Semester lang als Schatzmeister im Bundesvorstand eines Studentenverbands tätig und für diesen Zeitraum vom Studium beurlaubt gewesen. Die Familienkasse forderte das Kindergeld für den Zeitraum vom Vater zurück, der dagegen klagte.

Die Richter folgten dem Argument, dass die Tätigkeit in der studentischen Selbstverwaltung der Hochschule eine Unterbrechung der Berufsausbildung sei. Für die Arbeit in dem Verband, der einer politischen Partei nahesteht, erhielt der angehende Jurist eine Aufwandsentschädigung. Die Tätigkeit als Schatzmeister in einem bundesweit tätigen Verband sei «primär eine bezahlte, professionelle Vorstandstätigkeit». Der Vater trug vor, die Tätigkeit seines Sohns sei – einem Praktikum vergleichbar – als Berufsausbildung zu werten.

Die Richter allerdings entschieden, es habe sich nicht um eine Arbeit «zum Erwerb von Kenntnissen, Fähigkeiten und Erfahrungen» gehandelt, «die als Grundlagen für die Ausübung des angestrebten Berufs geeignet seien». Das sind die Voraussetzungen für den Kindergeldanspruch volljähriger Kinder während der Ausbildungszeit.

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